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Urteil des Schwyzer Strafgerichts: Ehemann hat Ex-Frau nicht vergewaltigt

Ein 37-jähriger Mann, der von seiner Ex-Ehefrau bezichtigt worden war, sie während rund zehn Jahren mehrmals wöchentlich vergewaltigt zu haben, ist vom Schwyzer Strafgericht freigesprochen worden – aber nur in diesem Anklagepunkt.
Nadine Annen

Die Angaben der Frau seien zu unverbindlich gewesen. Zudem könne dem Mann nicht rechtsgenüglich angelastet werden, er habe kurz vor dem Geschlechtsverkehr «eine hinreichend schwere tatsituative Zwangssituation» geschaffen. Überdies lasse sich nicht gänzlich ausschliessen, dass für die Frau aufgrund ihrer Angaben «keine zumutbaren Selbstschutzmöglichkeiten mehr bestanden».

Zu einer teilbedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 50 Franken (10 Tagessätze davon muss er bezahlen) verurteilt wurde er hingegen, weil er als Bezüger von Ergänzungsleistungen zu spät meldete, dass seine damalige Frau eine zweite Stelle angenommen hatte und somit mehr verdiente. Zudem wurde er wegen Drohung verurteilt, weil er seinen beiden Kindern den Tod angedroht hatte. Das Begehen dieser beiden Delikte betrachtet das Gericht aufgrund der Aussagen der Kinder und der Ehefrau als erstellt.

Die Verfahrenskosten von knapp 50 000 Franken sind dem Mann zu 25 Prozent auferlegt worden. Das Urteil des Strafgerichts des Kantons Schwyz ist noch nicht rechtskräftig. Es kann an das Kantonsgericht weitergezogen werden.

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