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Seilbahnunglück von Innerthal: Nebenkläger gehen in Berufung

Fünf Jahre nach dem tragischen Unglück mit der Transportseilbahn ab der Alp Bärlaui, das einem jungen Paar das Leben kostete und ihr Kind zum Vollwaisen machte, liegt der Fall nun beim Kantonsgericht.
In dieser Transportkiste geschah das Unglück, das zwei Todesopfer und ein schwer verletztes Kind forderte. Bild: Archiv

In dieser Transportkiste geschah das Unglück, das zwei Todesopfer und ein schwer verletztes Kind forderte. Bild: Archiv

Am 3. August jährt sich das tragische Seilbahnunglück von Innerthal zum fünften Mal. 2013 stürzte die Transportseilbahn von der Alp Bärlaui zum Schrähhoger ab. In der nur für Materialtransporte zugelassenen Seilbahn sass eine junge Familie. Der 38-jährige Vater und die 31-jährige Mutter erlitten tödliche Verletzungen, die 16 Monate alte Tochter wurde schwer verletzt.

Im letzten September kam es zur Verhandlung vor dem Bezirksgericht March. Der Besitzer der Alp und sein damaliger Angestellter wurden wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Der Angestellte wurde im Sinne der Anklage schuldig gesprochen. Der Besitzer der Alp wurde freigesprochen.

Berufung von ägyptischer Seite

Die Eltern der getöteten Mutter, deren Bruder und das beim Unglück verletzte Mädchen sind mit dem erstinstanzlichen Urteil nicht zufrieden und haben deshalb den Fall ans Kantonsgericht weitergezogen. Dabei geht es vor allem um den Versorgerschaden. Dieser wird in erster Linie für das Kind geltend gemacht.

Fraglich ist laut dem Verteidiger des Alpbesitzers, ob das Kantonsgericht die Berufung zulässt, denn es liegt keine Bevollmächtigung zur rechtlichen Vertretung des Kindes vor. Lässt das Kantonsgericht die Berufung zu, kommt es zu einer erneuten Verhandlung.

Nebst Schadenersatz- und Genugtuungssummen, die sich im Bereich von einigen tausend Franken bewegen, käme bei einer Bestätigung des Schuldspruches des Alpangestellten und des Alpbesitzers der Versorgerschaden hinzu. Nach schweizerischen Verhältnissen dürfte dieser die Millionen-Grenze übersteigen; rechnet man dies auf die Kaufkraft in Ägypten um, wo das Mädchen heute lebt, so dürften es einige hunderttausend Franken sein. (sg.)

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