Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Küssnacht: Seit 50 Jahren gibts das Heim im Hochhaus

Das Küssnachter Pflegezentrum Seematt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.
Edith Meyer
Von links: Ruedi Steinegger, Claudia Pfyl und Felix Barmettler vor dem Pflegezentrum Seematt. (Bild: Edith Meyer)

Von links: Ruedi Steinegger, Claudia Pfyl und Felix Barmettler vor dem Pflegezentrum Seematt. (Bild: Edith Meyer)

Mitte September feiert das Pflegeheim «Seematt» Jubiläum: Seit 50 Jahren werden hier an schönster Lage betagte und pflegebedürftige Personen betreut. Dies verdankt die Bevölkerung neun Küssnachter Gewerblern, die 1932 ein Komitee gründeten und Geld für den Bau eines Heims sammelten: Ernst Eichhorn, August Knüsel, Alois Meyer, Werner Kauf, Josef Barmettler, Otto Durrer, Josef Ehrler, Vinzenz Kreienbühl und Josef Truttmann legten weitsichtig den Grundstein für das «Seematt». 1940 nannten sich die Herren «Altersheim-Baufonds-Initiativkomitee».

Neun Franken pro Quadratmeter Bauland

1950 konnten 337 Quadratmeter Bauland für 30'339 Franken vom Bezirk Küssnacht auf der hinteren Seematt gekauft werden. Das waren neun Franken pro Quadratmeter.

Ein glücklicher Stern waltete über der Aktion zur Beschaffung der finanziellen Mittel: «590'000 Franken Spenden kamen zusammen», sagt Ruedi Steinegger. 1967 war er ein Mann der ersten Stunde im Vorstand des Altersheims Seematt und sagt: «Alle Küssnachter wollten ein Altersheim.» Noch im gleichen Jahr genehmigten die Stimmbürger an der Bezirksgemeinde einen Baubeitrag von 300'000 Franken an das geplante Altersheim. Dann ging es 1968 zügig vorwärts mit dem Spatenstich für das Hochhaus, das 1969 eröffnet wurde. «Die Baukosten beliefen sich auf 2,68 Millionen Franken», erinnert sich der 88-jährige Ruedi Steinegger. Der Restbetrag sei mit Spenden von 550'000 Franken, Subventionen und einem Bankdarlehen aufgebracht worden.

Vom einstigen Altersheim zum Pflegezentrum

Das erste Verwalterehepaar war Heidi und Toni Huber. «Dank ihnen blieb schon kurz nach der Eröffnung kein einziges Bett leer», sagt Steinegger. 1979 wurde mit einem wuchtigen Ja einem Neubau der Pflegeabteilung zugestimmt. Die Einweihung fand 1983 statt. Der Neubau kostete 6 Millionen.

Über all die Jahre wurden im «Seematt» bauliche Veränderungen vorgenommen. 1998 wurde der Bau für 6,45 Millionen Franken einer Sanierung unterzogen. Das sechsstöckige Hauptgebäude wurde komplett ausgehöhlt. Neu wurden Appartements mit Küche, Komfortzimmer und Einzelzimmer gebaut. «Das neue Konzept verlangte damals auch einen neuen Namen», sagt Felix Barmettler, Präsident des Pflegezentrums Seematt.

Seit Oktober 2018 ist Claudia Pfyl Geschäftsführerin des Pflegezentrums und Chefin von 97 Angestellten. Das «Seematt» bietet für ältere Menschen, die ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen können, ein wohnliches Zuhause. Es verfügt über 89 Betten in drei Häusern: «Im Haus Rigi haben wir die veränderten Bedürfnisse der kommenden Generation bereits aufgenommen und das Angebot den individuellen Ansprüchen sowie den Wohn- und Lebensformen angepasst», sagt Claudia Pfyl. Neben zwölf Einzelzimmern stehen elf Appartements zur Verfügung – sozusagen Alterswohneinheiten mit umfassenden Pflege- und Betreuungsleistungen.

Geschützte Abteilung mit familiärer Wohngruppe

Das Haus Mythen beherbergt die geschützte Abteilung. «Hier betreuen wir sieben Bewohnerinnen und Bewohner in einer familiären Wohngruppe», sagt Claudia Pfyl. Das Haus Pilatus dient dem Intensivpflegebereich. 51 Bewohner finden hier bedarfsgerechte Pflege. «Heutzutage kommt niemand mehr munter und gesund ins Altersheim», sagt Felix Barmettler, Präsident des Pflegezentrums Seematt. In einem solchen Fall wähle man eher eine Alterswohnung in Immensee. Felix Barmettler betont, das «Seematt» sei das zweitgünstigste Pflegeheim im Kanton Schwyz: «Wir haben eine hervorragende Kostenstruktur und konnten Rückstellungen machen.»

«Pflegeheim ist in guten Händen»

Nun freuen sich alle auf das baldige Jubiläum. «Wir feiern am 14. und 15. September mit den Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitern, Bekannten und der Bevölkerung», sagt Claudia Pfyl. Auch Ruedi Steinegger wird mitfeiern. Er sei stolz darauf, dass das «Seematt» stets hervorragend weitergeführt wurde. Und:

«Als einer der letzten Mohikaner bin ich glücklich, dass das Pflegeheim mit dem aktuellen Vorstand in guten Händen ist.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.