Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen KKK-Auftritt

Nach der Polizei nun auch die Staatsanwaltschaft Innerschwyz: Sie hat ein Verfahren gegen Personen rund um den Ku-Klux-Klan-Auftritt am Güdelmontag eingeleitet. Es kommt zu weiteren Befragungen.
Jürg Auf der Maur
Video starten

Ku-Klux-Klan im Kanton Schwyz: Mitglieder sind bekannt

Die Gruppe, welche am Güdelmontag in Schwyz, als Mitglieder des Ku-Klux-Klans (KKK) verkleidet, für Unruhe im bunten Fasnachtstreiben sorgte, kommt nicht so einfach weg. Der Fall wird jedenfalls vorderhand nicht ad acta gelegt.

«Wir werden eine Strafuntersuchung führen», erklärt Franziska Steiner, Leitende Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Innerschwyz, auf Anfrage dieser Zeitung. Konkret geht es darum, weitere Beweisaufnahmen durchzuführen. Zu diesem Zweck sollen die Beteiligten erneut einvernommen werden. Ob es am Schluss zu einer Anklage kommt, bleibt im Moment aber noch offen. Sie gehe aktuell allerdings davon aus, erklärte die Staatsanwältin. Die Bevölkerung soll von der Staatsanwaltschaft weiter informiert werden, sobald es klar ist, ob es zur Anklage kommt oder nicht.

Insgesamt müssen in den nächsten Tagen und Wochen dreizehn Personen, die mit dem Fall, der in Schwyz und über die Ortsgrenzen hinaus für viel Wirbel sorgte und Schlagzeilen machte, vor den Behörden antraben.

Wie viele Personen dabei aus dem Bezirk stammten, wollte Steiner zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt geben. Insgesamt werden die Ermittlungen gegen dreizehn Personen geführt. Interessant: Die KKK-Gruppe umfasste in der Fasnachtsnacht insgesamt zwölf Personen. Sie begaben sich vom Hinterdorf auf den Schwyzer Hauptplatz, wo auch Fackeln abgebrannt wurden.

Grosse Demonstration gegen Rassismus in Schwyz

Der Auftritt lancierte in Schwyz eine grundsätzliche Diskussion, ob und wie stark Rassismus und Rechtsextremismus im Kanton Schwyz verbreitet sind. «Blick» und «Sonntags-Blick» zeigten in verschiedenen Artikeln auf, dass es im Kanton Schwyz entsprechende Organisationen gibt, die sogar international vernetzt sind. «Solche Verkleidungen sind geschmacklos», erklärte auch der zuständige Schwyzer Sicherheits- und Justizdirektor André Rüegsegger zum Aufmarsch der Kapuzengruppe. Er wehrte sich aber im Interview mit dieser Zeitung vehement dagegen, dass «Schwyz ein Nest von Rechtsextremen ist und ein Rechtsextremismus-Problem hat». Der KKK-Aufmarsch führte in der Folge zu einer grossen Gegen-Demo. Am 13. April gingen in Schwyz rund 500 Personen auf die Strasse und demonstrierten gegen Rechtsextremismus. 150 Personen aus dem Schwarzen Block und 40 Rechtsextreme sorgten für viel Hektik bei der Schwyzer Kantonspolizei.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.