Stiftung stellt 2 Millionen für Informatik an Luzerner und Schwyzer Hochschulen bereit

Die pädagogischen Hochschulen Schwyz und Luzern und die Hochschule Luzern richten eine Professur für Informatikdidaktik auf der Sekundarstufe I ein.

Ruggero Vercellone
Drucken
Der Informatikunterricht an der Sekundarschule soll gestärkt werden. Symbolbild: Keystone/Gaëtan Bally

Der Informatikunterricht an der Sekundarschule soll gestärkt werden. Symbolbild: Keystone/Gaëtan Bally

Wie soll Lehrern der Sekundarschule beigebracht werden, wie sie ihre Schülerinnen und Schüler in Informatik unterrichten sollen? Dieser Frage widmet sich die Pädagogische Hochschule Schwyz praktisch und wissenschaftlich bereits. Dieses bestehende Engagement in der Informatikdidaktik kann jetzt dank der Hasler Stiftung intensiviert werden. Die Stiftung mit Sitz in Bern, die Informations- und Kommunikationstechnologien zum Wohl und Nutzen des Denk- und Werkplatzes Schweiz fördert, richtet jährlich Förderbeiträge in der Grössenordnung von mehreren Millionen Franken aus.

Zwei Millionen davon stellt sie für fünf Jahre den Pädagogischen Hochschulen Schwyz (PHSZ) und Luzern (PHLU) sowie der Hochschule Luzern (HSLU) für die Einrichtung einer Professur für Informatikdidaktik auf der Sekundarstufe I zur Verfügung. Schulen sowie Lehrpersonen der Sekundarschule I sollen mit der Professur darin gestärkt werden, den Schülerinnen und Schülern die Grundlagen der Informatik, die Anwendung von Hard- und Software sowie die Nutzung des Computers für das Lernen in allen Fächern zu vermitteln.

«Es ergeben sich 
erfreuliche Synergien»

Auf diese Stiftungsprofessur hatten sich die beiden PH von Schwyz und Luzern sowie die Informatikabteilung der HSLU beworben – und in einem kompetitiven Verfahren auch den Zuschlag erhalten. Mit der Professur können die drei Hochschulen ihr gemeinsames Engagement in der Aus- und Weiterbildung der Sekundarlehrpersonen zur Informatikdidaktik intensivieren und weiterführende Forschungs- und Entwicklungsprojekte lancieren.

In den betroffenen Zentralschweizer Hochschulen ist die Freude über den erhaltenen Zuschlag gross. «Der Ausbau unseres Engagements für diesen Themenbereich war sowieso geplant gewesen. Mit der Kooperation und der finanziellen Unterstützung ergeben sich erfreuliche Synergien, die den Hochschulen und letztlich vor allem der Praxis zugute kommen», stellt Silvio Herzog, Rektor der PHSZ, fest.

Leitung 
bereits diesen Sommer besetzen

Die neue Professur könne gut in bestehende Strukturen integriert und die Verbindung mit den Schulen und weiteren Fachpersonen sichergestellt werden, teilt die PHSZ in einem Communiqué mit. Dies ermögliche einen raschen und gleichzeitig langfristig angelegten Aufbau. Die Leitung und die Stellen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese neue Stiftungsprofessur sollen öffentlich ausgeschrieben und bereits auf diesen Sommer hin besetzt werden.