Strafanzeigen haben abgenommen

Die Tierhaltungskontrollen des Kantonstierarzts zeigen in den Urkantonen Wirkung.

Merken
Drucken
Teilen

«Sowohl bei den Veterinär- als auch bei den Tierschutzkontrollen wird eine Abnahme der Anzahl Verfügungen und Strafanzeigen festgestellt», sagt Martin Grisiger, stellvertretender Kantonstierarzt. Insgesamt sei das vergangene Jahr ein konstant unaufgeregtes gewesen. Schweizweit befindet sich die Ausrottung der Bovine Virus-Diarrhoe (BVD) im Endspurt. Nur noch etwas weniger als ein Prozent der Schweizer Tierhaltungen ist nicht amtlich anerkannt BVD-frei. «Die Zunahme der Fälle in den Urkantonen lässt sich durch die zusätzliche zweite Tankmilchuntersuchung im Frühjahr 2017 und zwei BVD-Fälle auf grossen Alpen im Kanton Uri erklären», sagt Grisiger. Seit Frühling 2017 sei allerdings die Überwachung intensiviert worden. Über 80 Tierhaltungen mit insgesamt 110 verbringungsgesperrten Rindern waren alleine in Uri betroffen und brachten diverse PI-Kälber, sogenannte «Virusschleudern», zur Welt. Hundebisse weiter steigend Hundebissmeldungen bei Menschen verzeichneten im vergangenen Jahr zunehmende Zahlen. «Diese Zahlen sind allerdings relativ zu betrachten. Es sind nicht mehr als in vergangenen Jahren, aber die Bevölkerung und Hundehalter sind sensibler geworden, melden Vorfälle. Auch Ärzte tun dies von Amtes wegen», erklärt Martin Grisiger. Es wurde eine Zunahme der Fälle um etwas über 20 Prozent festgestellt. Die Zahl stieg von 209 auf 271 Fälle. Gemeldet wurden hauptsächlich die Hundebisse am Menschen. (eg)