Streit in Siebner Asylheim: Beteiligte stehen vor Gericht

Mehrere Sri Lanker drangen vor drei Jahren in die Asylunterkunft Chrummbitzi in Siebnen ein und schlugen mit Eisenstangen und Cricketschlägern auf Landsleute ein. Jetzt wird der Fall vor Gericht verhandelt.

Drucken
Teilen

Bild: PD

(Bote) Vier bis fünf Tage sind diese Woche für die Verhandlungen vor dem Bezirksgericht March eingeplant. Harmlos war der Vorfall in der Chrummbitzi vom 17. Oktober 2017 keinesfalls. In der Absicht, eine Auseinandersetzung vom Vortag am Hauptbahnhof Zürich zu klären, begaben sich am 17.Oktober 2017 um etwa 21 Uhr sieben Sri Lanker nach Siebnen. Ihr Ziel war die Asylunterkunft Chrummbitzi.

Mitgebracht hatten sie Cricketschläger und vor Ort organisierten sie Eisenstangen. Auf diese Art bewaffnet, betraten sie die Küche im Erdgeschoss. Dort nahmen sie sich die zwei Landsleute vor. Diese leben nicht in der Chrummbitzi, sondern in Richterswil und Lyss. Die Angreifer schlugen mit Eisenstangen und Cricketschlägern «in nicht mehr einzeln eruierbarer Art und Weise gemeinsam auf diese ein».

Die Geschädigten wurden mehrfach an Kopf, Körper und Extremitäten verletzt; eine offene Schädelkalottenfraktur, ein stumpfes Thoraxtrauma, ein stumpfes Abdominaltrauma, Nierenkontusion, Prellungen an Hand/Ellbogen. Doch – wie die Anklageschrift weiter ausführt – erlitten die Geschädigten keine bleibenden Nachteile.

Die kantonale Staatsanwaltschaft fordert ein für alle ähnliches Strafmass: acht bis zehn Monate Freiheitsentzug und einen Landesverweis von fünf Jahren. Auch sollen sie für die Verfahrenskosten aufkommen. Die beiden geschädigten Sri Lanker treten zudem als Privatkläger auf. Sie fordern von der Angreiferbande ziemlich viel Geld. Der eine will 90'000 Franken Genugtuung und 90'000 Franken Schadenersatz, der andere je 60'000 Franken.