Swiss Holiday Park in Morschach ist in neuen Händen

Die CS REF Hospitality veräusserte den Morschacher Park an die Swiss Hospitality Properties. Der Swiss Holiday Park ist aber nicht der einzige renommierte Betrieb, der veräussert wurde. Mit dem Verkauf des Immobilienpakets reduziere sich die Hotelquote im Portfolio des CS REF Hospitality voraussichtlich auf 38 Prozent.

Erhard Gick/bote.ch
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Vor einem Jahr verkaufte der damalige CEO Walter Trösch die Betriebsgesellschaft des Swiss Holiday Parks (SHP) in Morschach an die neue Besitzerin, die Reisekasse Reka. Die Immobilien blieben weiterhin im Besitz der CS REF Hospitality.

Das hat sich jetzt geändert. Der Swiss Holiday Park hat eine neue Besitzerin. Der Credit-Suisse-Fonds CS REF Hospitality verkauft ein Immobilienpaket an die Swiss Hospitality Properties, eine Tochtergesellschaft von Aevis Victoria. Bestandteil dieses Immobilienpakets ist auch der Swiss Holiday Park. Hintergrund ist die Repositionierung des Fonds.

Ohne Auswirkungen auf die Betriebsgesellschaft

«Es braucht niemand verunsichert zu sein. Der Verkauf hat keine Auswirkungen auf die Betriebsgesellschaft des Swiss Holiday Parks. Die Reisekasse Reka verfügt über langfristige Verträge, welche die Zusammenarbeit auch mit der neuen Eigentümerin regeln», versichert Marc Lehmann, CEO des Swiss Holiday Parks. Auch konzeptionell werde sich kaum etwas ändern. «Konzeptänderungen oder Anpassungen sind ebenfalls eine Angelegenheit der Betriebsgesellschaft», so der CEO weiter.

Woran hingegen festgehalten werde, seien die Investitionen in den Park. «Reka will in gewohntem Ausmass in die Werte des SHP investieren.»

Zahlreiche Hotelbetriebe abgestossen

Der Swiss Holiday Park ist aber nicht der einzige renommierte Betrieb, der veräussert wurde. Gemäss der Internet-Plattform Immobilien Business sind auch das Hotel Intercontinental in Davos Dorf (ohne Residenzen), welches 2014 mit seinem als «goldenes Ei» bekannt gewordenen Pleite-Neubau Schlagzeilen gemacht hatte, sowie um das Welcome Hotel mit den Personalhäusern A und B an der Kantonsstrasse in Täsch verkauft worden. In Zermatt trennt sich der Fonds vom Hotel Le Mont Cervin Palace in der Bahnhofstrasse 31, dem «Le Petit Cervin» in der Hofmattstrasse 12 sowie von der Villa Margherita in der Bahnhofstrasse 29. Weiter geht das Seilerhausareal D und E an der Bahnhofstrasse 50 und 52 in Zermatt an die Aevis-Victoria-Tochter.

Der Verkaufspreis liege leicht unter den per 31. Dezember 2018 publizierten Verkehrswerten, teilt Credit Suisse mit. Dort wird etwa für das «Le Mont Cervin Palace» ein Verkehrswert von 58,45 Millionen Franken angegeben und für den Swiss Holiday Park ein Verkehrswert von 77,05 Millionen Franken. Der Eigentumsübertrag wird den Angaben zufolge im Januar 2020 stattfinden. Mit dem Verkauf des Immobilienpakets reduziere sich die Hotelquote im Portfolio des CS REF Hospitality voraussichtlich auf 38 Prozent, heisst es weiter. Zugleich sei mit der Transaktion die Repositionierung des Fonds abgeschlossen. Zurzeit würden Möglichkeiten einer Wiederanlage in geeignete Liegenschaften sowie eine Teilrückzahlung des realisierten Verkaufserlöses geprüft, so die Credit Suisse.