Nach 120 Tagen Quarantäne: Tierpark Goldau erhält mit «Julia» zweiten Fischotter

Nach 120-tägiger Quarantäne konnte der Tierpark Goldau seinen zweiten Fischotter willkommen heissen. Dort leistet «Julia» dem Männchen «Jolo» Gesellschaft.

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Die ersten Schritte von «Julia» in der neuen Anlage, begleitet von Dr. med. vet. Martin Wehrle.

Die ersten Schritte von «Julia» in der neuen Anlage, begleitet von Dr. med. vet. Martin Wehrle.

Bild: Tierpark Goldau

(pjm) Am Dienstag war es endlich soweit: Das Fischottermännchen Jolo aus dem Tierpark Goldau bekam Gesellschaft. Seine neue Mitbewohnerin heisst Julia und kommt aus der Ukraine. Der Weg in die Schweiz war nebst der geografischen Distanz auch in bürokratischer Hinsicht ein Kraftakt. Die Verantwortlichen waren schon seit langem auf der Suche nach einem zweiten Fischotter, die Vorgaben des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes erschwerten diese aber. Fündig wurde man schliesslich in einem Ukrainer Zoo.

Mit der Ankunft in der Schweiz war für Julia die Reise jedoch noch nicht zu Ende. Julia musste zusammen mit einem anderen aus der Ukraine kommenden Fischotter für 120 Tage in Quarantäne – und das nicht wegen Corona, sondern weil die Ukraine als Tollwut-Risikogebiet gilt. Nach überwundener Quarantäne ging es für Julia endlich nach Goldau, der andere Fischotter fan unterdessen in Männedorf ein neues Zuhause.

Seit 1952 gehört der Fischotter in der Schweiz zu den geschützten Tierarten.

Seit 1952 gehört der Fischotter in der Schweiz zu den geschützten Tierarten.

Bild: Tierpark Goldau
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