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Tötungsdelikt in Brunnen: Bei Opfer handelt es sich um Bankleiterin

Die Getötete ist identifiziert: Die 56-Jährige leitete die Filiale der Sparkasse Schwyz. Ihre Leiche wurde verkohlt in einem Gartenhäuschen aufgefunden. Welche Rolle der 18-jährige Sohn bei der Tat spielt, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Geri Holdener
Der Anbau im Vordergrund ist mit einer Plastikblache abgedeckt. (Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz)

Der Anbau im Vordergrund ist mit einer Plastikblache abgedeckt. (Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz)

Das Dorf Brunnen steht unter Schock. Die bestens bekannte Filialleiterin der Sparkasse Schwyz ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden (wir berichteten). Die 56-Jährige war am Donnerstagnachmittag im Gartenhäuschens ihres Wohnhauses entdeckt worden. Die Leiche war verkohlt.

Aus einem Vermisstenfall wurde in Brunnen schlagartig eine gross aufgezogene Fahndungsaktion. Denn als eine Polizeipatrouille am Donnerstagnachmittag um 15.30 Uhr in Brunnen unterwegs war, wurde sie auf der Strasse angesprochen. Eine Frau aus dem Dorf, die Leiterin der Sparkassen-Filiale, sei nicht am Arbeitsplatz erschienen. Man müsse sich Sorgen machen. Der Tipp kam aus dem engen familiären Umfeld der Vermissten. Die Polizei reagierte unverzüglich und begab sich schnurstracks zum Wohnort der Frau, welcher nur einen Steinwurf vom Dorfkern entfernt liegt.

Erste Befragung kurz nach dem Leichenfund

Dort macht die Polizei den schrecklichen Fund: Im Gartenhäuschen beim Wohnhaus der Frau entdecken die Polizisten einen leblosen Körper. Gleichzeitig flieht ein junger Mann aus dem Haus. Er spurtet den Hang hinauf zum Ingenbohler Wald. Die Polizei nimmt die Verfolgung auf. Kurze Zeit später klicken die Handschellen. Gegen 16.15 Uhr wird der Verdächtige für eine erste Befragung in den Polizeibus verladen.

Beim Opfer handelt es sich, wie befürchtet, um die vermisste 56-jährige Filialleiterin. Dies hat eine Untersuchung durch das Institut für Rechtsmedizin ergeben. Die Ermittler gehen von einem Gewaltdelikt aus.

Beim Festgenommenen handelt es sich um den Sohn

Beim Festgenommenen handelt es sich um ihren 18-jährigen Sohn. Dies hat die Kantonspolizei Schwyz am Freitagnachmittag in einer Medienmitteilung bestätigt. Unklar bleibt allerdings, ob der Teenager auch der Täter war. Welche Rolle der Schweizer im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt spielt, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Kantonspolizei hat keine Angaben dazu gemacht, wie die Frau zu Tode gekommen war. Unklar ist auch, welche Tatwaffe verwendet wurde.

Die Bankfiliale der Sparkasse Schwyz blieb am Freitag den ganzen Tag geschlossen. Kunden blickten fassungslos auf den Zettel an der Eingangstür. Einige kämpften mit den Tränen. Das Wohnhaus am Gütschweg in Brunnen blieb weiträumig abgesperrt. Die Kantonspolizei patrouillierte rund um das Gebäude. Der Blick zum kleinen Gartenhaus, wo sich das grausame Verbrechen abgespielt haben muss, war mit einer Blache abgedeckt. Am Freitagnachmittag suchte die Polizei erneut mit Spürhunden die Nachbarschaft ab, allenfalls war sie dabei auf der Suche nach einer Tatwaffe.

Vater und Sohn mussten DNA-Probe abgeben

Der «Bote der Urschweiz» hat kurz mit dem sichtlich aufgewühlten Ex-Mann des mutmasslichen Opfers und Vater des Verdächtigen gesprochen. Er legt im Moment wert auf Privatsphäre und will nicht an die Öffentlichkeit. Dies auch, weil der exakte Tathergang und somit auch die Schuldfrage nicht abschliessend geklärt seien. Vater und Sohn mussten im Spital Schwyz eine DNA-Probe abgeben, ein üblicher Vorgang im Rahmen der Ermittlungsarbeiten.

Bemerkenswert ist, dass sich die Polizei schon beim ersten Hinweis im Dorf direkt zum Haus der Vermissten begeben hat. War die Bankchefin aus beruflichen Gründen Opfer eines Verbrechens geworden? Auszuschliessen war das zunächst nicht. Es wäre nicht das erste Mal, dass Verbrecher die Kaderperson einer Bank als Geisel nehmen und Geldforderungen stellen.

Denkbar ist, dass die Person, welche die Patrouille angesprochen hat, einen konkreten Verdacht hatte. Nach einem schweren Velounfall letzten März vor dem Kollegi in Schwyz soll der Sohn der Getöteten zusehends unter psychischen Problemen gelitten haben

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