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Transport-Zückerli für Touristen

Mit einer neuen Gästekarte will man im Kanton Schwyz mehr Touristen anlocken. Diese soll nicht nur zum kostenlosen Fahren mit Bus und Zug berechtigen, sondern auch Ermässigungen für Bergbahntickets bieten.
Christoph Clavadetscher
Günstigere Tickets für Bergbahnen – im Bild die neue Stoosbahn – sind ebenfalls vorgesehen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Stoos, 20. Juni 2018))

Günstigere Tickets für Bergbahnen – im Bild die neue Stoosbahn – sind ebenfalls vorgesehen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Stoos, 20. Juni 2018))

Was in anderen Tourismusdestinationen schon lange Standard ist, soll nun auch im Kanton Schwyz oder zumindest in der Region Schwyz eingeführt werden: eine Gästekarte für Touristen, mit der auch der öffentliche Verkehr gratis mitbenutzt werden kann. «Ein strategisches Ziel der Brunnen Schwyz Marketing AG ist die Lancierung einer Gästekarte inklusive ÖV, damit dem übernachtenden Gast ein Mehrwert geboten werden kann und dies zu einer verlängerten Aufenthaltsdauer in der Erlebnisregion Mythen oder im ganzen Kanton Schwyz führt», bestätigt Stefan Ryser, Geschäftsführer der Brunnen Schwyz Marketing AG (BSM AG), gegenüber dem «Boten».

Neben dem ÖV-Angebot könnten auch andere Leistungen Teil der Gästekarte sein, wie etwa reduzierte Bergbahntickets, Eintritte in Museen, Velomieten und so weiter. Denkbar wäre dann auch, dass der Tourist für diese «Gästekarte Plus» einen Unterstützungsbeitrag leisten müsste.

Knacknuss der Gästekarte ist die Finanzierung

Zurzeit laufen Abklärungen mit dem Kanton, ob dieses Projekt im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) aufgegleist werden könnte. Die Chancen dafür dürften nicht schlecht stehen, werden im NRP-Umsetzungsprogramm 2016 bis 2019 doch die Weiterentwicklung der Tourismusstrukturen und die Verlängerung der Wertschöpfungskette im Tourismus explizit als Förderschwerpunkte genannt. Die BSM AG würde dabei den Lead für den gesamten Kanton übernehmen. «Wir stehen hier aber noch ganz am Anfang, wir haben dies erst bei inoffiziellen Gesprächen erörtert», sagt Ryser. «Sollte es zu keinem NRP-Projekt kommen, wollen wir nichtsdestotrotz das Projekt für unsere Region vorantreiben», betont Ryser. Das Projekt solle deshalb noch im 2018 lanciert werden.

Knacknuss ist selbstredend die Finanzierung. Wer genau die Kosten tragen soll, soll nun in einem Vorprojekt erörtert werden. Es gibt unterschiedliche Finanzierungsmodelle bei Gästekarten. Ryser nennt als Optionen Kurtaxenerhöhungen, Gemeinde- oder Kantonsbeiträge, Sponsoring und Spezialfinanzierung über die Tourismusregion oder Leistungsträger. «In der Praxis ist es meist eine Mischform.»

Längerfristige Planung notwendig

Wie hoch die Kosten sein werden, hängt stark vom Leistungskatalog der Gästekarte ab. «Daher kann ich hier noch keine konkrete Zahl nennen», sagt Ryser. «Wichtig ist aber, dass die Inhalte, also etwa die ÖV-Leistung, über eine längere Zeit gesichert und die entsprechende finanzielle Entschädigung über die diversen Partner abgegolten ist.» Es mache keinen Sinn, eine Gästekarte mit ÖV nur für zwei Jahre zu lancieren. Ryser: «Die Gästekarte soll zu einem Wettbewerbsvorteil für unsere Region avancieren, hierzu ist eine längerfristige Planung notwendig.»

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