Viadukt über den Sihlsee braucht zusätzliche Anker gegen Absenkung

Der Damm auf der einen Seite des Steinbach-Viadukts über den Sihlsee senkt sich stärker ab als erwartet. Der Kanton Schwyz und die SBB bauen daher ab Ende August beim Widerlager auf der Seite Ruestel sieben zusätzliche Felsanker ein. Die Arbeiten dauern zwei Monate und kosten knapp 450'000 Franken.

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(sda) Der 450 Meter lange Steinbach-Viadukt war im August 2014 nach knapp dreijähriger Bauzeit eingeweiht worden. Er ersetzte eine Brückenverbindung über den Sihlsee bei Einsiedeln. Wie die SBB am Dienstag mitteilten, sei es schon damals beim Damm zu Setzungen im Zentimeterbereich gekommen, was höher war als ursprünglich berechnet.

Das Widerlager Ruestel war daher kurz vor der Inbetriebnahme des Viadukts durch permanente vorgespannte Felsanker stabilisiert worden. Mit dieser Verankerung habe man eine deutliche Verminderung der Setzung erreicht, heisst es in der Mitteilung.

Auf Basis eines Variantenstudiums entschieden der Kanton Schwyz und die SBB nun, die Rückverankerung mit sieben zusätzlichen Felsankern zu ergänzen. In der Zwischenzeit sei auch ein zusätzliches Messgerät eingebaut worden, mit dem allfällige Bewegungen des Widerlagers noch präziser gemessen werden können.

Keine Gefahr

Die Arbeiten finden ausserhalb des Strassenbereichs in der Widerlagerkammer statt. Sie beginnen am 31. August und dauern rund acht Wochen. Die Baukosten von knapp 450'000 Franken werden zu 60 Prozent vom Kanton Schwyz und zu 40 Prozent von der Etzelwerk AG getragen. Diese gehört der SBB.

Die SBB weisen darauf hin, dass sich der Viadukt selbst stabil verhalte. Hier lägen die Setzungen im Bereich des Erwarteten. Für Anwohner und Benutzer des Viadukts bestehe keinerlei Gefahr.

Der Bau des Viadukts hatte knapp 30 Millionen Franken gekostet. Neben zwei Fahrspuren von je 3,5 Metern umfasst er in Richtung Ybrig einen kombinierten Rad- und Gehweg sowie in Richtung Einsiedeln einen separaten Radstreifen.