Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Widerstand gegen Kanti-Bau in Schwyz

Das Volk soll über den 92-Millionen-Neubau der Kantonsschule Ausserschwyz entscheiden. Dafür setzen sich jene Kräfte ein, die das das teuerste Kantonsprojekt aller Zeiten verhindern wollen.
Jürg Auf der Maur
So soll die neue Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll die neue Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

«Ich bin nicht überrascht, dass das Referendum ergriffen wird. Darüber wurde bereits im Vorfeld der Kantonsratsdebatte ­gesprochen.» So reagiert der Schwyzer Bildungsdirektor Michael Stähli auf die Nachricht, dass ab nächster Woche gegen den Bau der neuen Kantonsschule Ausserschwyz das Referendum ergriffen wurde.

Für 92 Mio. Franken will der Kanton die beiden Ausserschwyzer Mittelschulen Nuolen und Pfäffikon unter einem neuen Dach zusammenführen. Der Standort Nuolen würde geschlossen, und weil das bisherige Gebäude in Pfäffikon so oder so umfassend hätte renoviert werden müssen, wird nun ein Neubau realisiert.

Gegen das teuerste Vorhaben, das der Kanton als Bauherr je umzusetzen beabsichtigt, wurde im Kantonsrat Kritik geübt. Insbesondere die Ausserschwyzer (Märchler) Kantonsräte wehrten sich gegen das Vorhaben, obwohl der Kantonsrat die Zusammenlegung und einen Neubau bereits 2015 beschlossen hatte. FDP-Kantonsrätin Sibylle Ochsner stellte gar einen Rückweisungsantrag, unterlag im Rat aber deutlich.

Offene Folgen für Standort Innerschwyz

In der Schlussabstimmung hiess der Kantonsrat die Pläne mit 70 zu 20 Stimmen gut. Damit unterliegt das Geschäft dem fakultativen Referendum, für das bereits ab nächster Woche Unterschriften gesammelt werden sollen. Hinter dem Referendum steht die IG Mittelschule March. Sie muss nun innert 60 Tagen 1000 Unterschriften zusammenbringen, um eine kantonale Volksabstimmung zu ermöglichen. Eine solche würde allenfalls bereits diesen November durchgeführt.

Wie weit eine solche Abstimmung auch Auswirkung auf die Mittelschulplanung im inneren Kantonsteil hat, ist offen. Sicher ist, dass auch hier mit Argusaugen beobachtet wird, ob es tatsächlich zu einer Fusion der Kantonsschule Kollegium Schwyz mit dem Theresianum Ingenbohl kommt. Gespräche zwischen den Schulträgern und dem Kanton sind am Laufen.

«Den Fusionsentscheid, also die zentrale Frage, ob die beiden Schulen künftig unter einem Dach geführt werden sollen, wollen wir bis spätestens im Mai 2020 machen können», sagt der zuständige Regierungsrat Michael Stähli. Das heisst entsprechend, dass eine allfällige Abstimmung zur Kantonsschule Ausserschwyz schon vorgängig geführt würde.

«Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen diesen beiden Vorhaben», macht denn auch Stähli klar. Allerdings sei seitens der Politik immer wieder zu Recht die Frage gestellt worden, wie sich die Mittelschullandschaft Innerschwyz weiterentwickle, nachdem die Zusammenlegung der Kantonsschulen Nuolen und Pfäffikon im äusseren Kantonsteil beschlossen gewesen sei.

Von den 92 Mio. Franken entfallen 57 Mio. auf den Ersatzbau, 5,7 Mio. kostet die Integration des Standorts Nuolen, 5,75 Mio. soll die Integration des Medienzentrums der Pädagogischen Hochschule Schwyz kosten. Weitere gut 16 Mio. Franken sind weiter für die Umgebung, Provisorien, eine Einstellhalle und einen öffentlichen Schutzraum geplant.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.