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Wirt des «Kreuz» in Seewen vor Gericht

Am Freitag mussten sich «Kreuz»-Wirt Peter Rickenbacher und drei Nebenangeklagte vor dem Schwyzer Bezirksgericht verantworten. Es wurde eine bedingte Strafe von 120 Tagessätzen zu 60 Franken beantragt.
Andreas Seeholzer
«Kreuz»-Wirt Peter Rickenbacher vor dem Rathaus in Schwyz, wo das Bezirksgericht tagte. (Bild: Andreas Seeholzer, 26. April 2019)

«Kreuz»-Wirt Peter Rickenbacher vor dem Rathaus in Schwyz, wo das Bezirksgericht tagte. (Bild: Andreas Seeholzer, 26. April 2019)

Dem «Kreuz»-Wirt Peter Rickenbacher wurde am Freitag Folgendes vorgehalten: Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts, Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung, Widerhandlung gegen das Planungs- und Baugesetz sowie Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Strafe von 120 Tagessätzen zu 60 Franken und 2600 Franken Busse, dies bei einem auf zwei Jahre aufgeschobenen Vollzug. Zudem soll der Angeklagte die Verfahrenskosten von 11'000 Franken übernehmen müssen. Die Verteidigung Rickenbachers beantragte einen vollumfänglichen Freispruch. Das Urteil des Gerichts steht noch aus.

In Sachen Betäubungsmittelgesetz wurde von der Staatsanwaltschaft folgender Sachverhalt festgestellt: Ein Mitangeklagter Rickenbachers hat 2015 eine Hanfanlage betrieben. Eine ähnliche Anlage hat der Mann zugegebenermassen später auch in der Liegenschaft an der Badstrasse 1 in Seewen betrieben. Die Liegenschaft Badstrasse 1 ist im Besitz der Theracon AG, deren Verwalter Peter Rickenbacher ist.

«Ich rauche nicht und ich bin gegen Drogen»

Er habe nichts von der Hanfanlage in der Badstrasse 1 gewusst, sagte Rickenbacher und verwies darauf, dass er als Verwalter nicht wissen musste, was sich in den verschiedenen Kellerräumen befand. Er habe nicht das Recht, in die Räume einzudringen, zumal auch nicht klar war, welcher Keller zu welcher Wohnung gehört. «Das Ganze ist ein Hohn, ich rauche nicht, und es ist bekannt, dass ich gegen Drogen bin», sagte er vor Gericht.

Zur Anklage wegen Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts sagte Rickenbacher, dass er als Wirt die Pässe seiner Gäste kopiere, er aber nicht wissen könne, ob sich jemand illegal in der Schweiz aufhalte. Er stehe diesbezüglich in stetem Kontakt mit der Polizei und habe trotzdem nicht wissen können, dass es sich bei den zwei bei ihm einquartierten Gästen um abgewiesene Asylbewerber gehandelt habe.

Zur Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung sagte Rickenbacher, dass der bei ihm einquartierte Ausländer ohne Arbeitsbewilligung bei ihm nicht gearbeitet habe. Der Mann habe aus Langeweile und von sich aus gewisse Arbeiten erledigt, ohne dass er ihm den Auftrag dafür erteilt oder einen Lohn bezahlt habe.

Zum Anklagevorwurf der Widerhandlung gegen das Planungs- und Baugesetz sowie Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen sagte Rickenbacher, dass bei einem verfügten Baustopp einzig aufgrund eines nahenden Sturmes das Dach aus Sicherheitsgründen gesichert werden musste. Zudem habe es ein Baugesuch, gestützt auf die Aussagen des Denkmalpflegers, nicht gebraucht.

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