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Kantonsgericht Schwyz: Zweite Instanz revidiert Urteil des Strafgerichts in einem wichtigen Punkt

Trotz Teilfreispruch hat das Kantonsgericht Schwyz einen Iraker zu einer happigen Geldstrafe verurteilt.
Ruggero Vercellone

Im Januar dieses Jahres hat das Schwyzer Strafgericht einen Iraker zu einer unbedingten Geldstrafe verurteilt, weil er nach einem angeblich vorgetäuschten Einbruch auf sein Coiffeurgeschäft in Küssnacht versucht hatte, Versicherungsgelder zu erhalten. Da der 33-Jährige Berufung erhob, musste sich nun das Kantonsgericht dem Fall annehmen.

Dieses kam zum Schluss: Der selbst inszenierte Einbruch kann dem Iraker nicht rechtsgenüglich zur Last gelegt werden. Die Vorinstanz sei nur von Indizien ausgegangen. Dass die Hinter- und Schiebetüre halb offen standen, am Holztor zum Innenhof die Sicherheitswinkel abgeschraubt waren und die Hintertür mit einer im Innenhof herumliegenden Holzplatte eingeschlagen wurde, sei kein Beweis für einen selbst inszenierten Einbruch. Auch die Vermutung, dass das Deliktsgut durch den Haupteingang weggeschafft worden sei, ohne dass entsprechende Spuren gefunden wurden, sei für einen hinlänglichen Indizienbeweis nicht überzeugend. Folglich wurde der Mann vom Kantonsgericht deswegen freigesprochen.

Trotzdem kam der Coiffeur nicht ohne Strafe weg. So sah es das Gericht als erwiesen an, dass sich der Iraker der Urkundenfälschung, des versuchten Betrugs und der Irreführung der Rechtspflege schuldig gemacht habe. Zuhanden der Versicherung änderte er nämlich den Vertrag für den Kauf des Coiffeursalons ab und listete darin auf, er habe einen Haarentfernungslaser im Wert von fast 50'000 Franken übernommen, was nicht stimmte.

Vorgeschichte kommt dem Iraker nicht zu Gute

Da der Beschuldigte bereits im Jahr 2015 wegen eines Versicherungsbetrugsversuchs zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden war, muss er die verhängte Geldstrafe von 210 Tagessätzen à 30 Franken sowie die 2015 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 70 Franken bezahlen.

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