SCHWYZ/BRASILIEN: Millionenbetrüger kommt bald vor Gericht

Filter waren sein Geschäft, daran hat sich Anton S. bereichert. In Brasilien verhaftet, befasst sich im November das Schwyzer Strafgericht mit dem Betrüger.

Drucken
Teilen
Symbolbild.

Symbolbild.

Wie hoch der Schaden ist, wird sich noch erweisen. Es dürften aber Millionen sein, die Hochstapler S. mit seinen Scheingeschäften ausgelöst hatte. Der Schweizer Anton S. gilt als Hochstapler und Betrüger. Unter anderen hat er einen Schwyzer Unternehmer hinters Licht geführt. Jetzt hat ihn die brasilianische Polizei in Auslieferungshaft genommen. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Schwyzer Untersuchungsbehörde. «Ob Hochstapler S. bezüglich unserer Ausschreibung bei Interpol verhaftet worden ist, kann ich so nicht bestätigen. Wir unterhielten aber Kontakte zu den brasilianischen Behörden», bestätigte gestern der zuständige Schwyzer Untersuchungsrichter Roland Flüeler eine Meldung des «Blick». Er vermute bezüglich der Verhaftung einen festen Zusammenhang zwischen dem international ausgeschriebenen Haftbefehl und den schwyzerischen Behördenkontakten zu Brasilien.

Vergehen auch in Brasilien
«Da sich der Verhaftete auch in Brasilien für Vergehen verantworten muss, ist es möglich, dass die brasilianische Polizei den Betrüger auch aus Eigeninteresse verhaftete», so Flüeler. Schwyz habe jedenfalls bedeutsame Informationen nach Brasilien liefern können, die zur Verhaftung von S. ausreichten. «Ob allerdings auch ein brasilianisches Strafverfahren läuft, davon habe ich keine Kenntnis.»

Im November vor Strafgericht
Anton S. ist auch im Kanton Schwyz ein dicker Fisch, wie der Schwyzer Staatsanwalt Benno Annen bestätigt. Gemäss Annen läuft bereits eine Anklage gegen den Hochstapler und Betrüger. «Am 21. November wird eine erste Tranche der Vergehen von S. vor dem Schwyzer Strafgericht verhandelt», bestätigt Benno Annen eine Anfrage unserer Zeitung. Betrug, ungetreue Geschäftsführung, Urkundenfälschung und Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz werden dem Angeklagten vor dem Schwyzer Strafgericht zur Last gelegt.

Erhard Gick

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.