Schwyzer müssen nicht mit Bus nach Luzern

Der Bund will bei regionalen Bahnlinien eine Umstellung auf Busbetrieb prüfen, so auch zwischen Schwyz und Luzern. Davon hält Regierung nichts.

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Geht's nach der Schwyzer Regierung, können die Schwyzer weiterhin mit dem Zug nach Luzern fahren. Im Bild der Bahnhof Goldau. (Bild: Archiv Laura Vercellone/Neue SZ)

Geht's nach der Schwyzer Regierung, können die Schwyzer weiterhin mit dem Zug nach Luzern fahren. Im Bild der Bahnhof Goldau. (Bild: Archiv Laura Vercellone/Neue SZ)

Die Schwyzer Regierung wird diese ablehnende Haltung auch in der Vernehmlassung dem Bund mitteilen. Es sei wenig sinnvoll, eine Überprüfung nur auf Grund eines Indikators zu veranlassen, der zudem für die ganze Schweiz derselbe sei, schreibt der Regierungsrat. Es müssten auch Faktoren wie die Fahrzeit, die Anschlussmöglichkeiten, die Staus auf den Strassen und die Kapazitäten der Busse berücksichtigt werden. Dies schreibt die Kantonsregierung in ihrer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der Kantonsräte Andreas Meyerhans (CVP) und Adrian Dummermuth (CVP).

Meyerhans und Dummermuth wollten wissen, ob eine Umstellung der S8 (Pfäffikon SZ-Zürich-Winterthur) oder der S3 (Luzern-Brunnen SZ) realistisch sei. Die Regierung antwortet mit einem klaren Nein: Am Morgen, Mittag und Abend seien die Züge so gut belegt, dass ein Transport der Passagiere mit dem Bus nicht realistisch sei. Zudem sei die Gefahr gross, dass die Busse im Stau stehen würden.

Fahrplanausdünnung bringt vor allem Schaden

Der Regierungsrat spricht sich auch gegen eine Ausdünnung des Fahrplans in den Zeiten mit weniger Passagieren aus. Fahrzeitverlängerungen und Anschlusslücken wären die Folge, schreibt der Regierungsrat. Zudem könnten die Kosten mit einer solchen Massnahme nur geringfügig gesenkt werden.

Der Kanton Schwyz überprüft bereits jetzt regelmässig die Wirtschaftlichkeit der Regionallinien, er geht dabei aber nicht von einem Kostendeckungsgrad von 50 Prozent aus. Ein solcher könne nur in städtischen Gebieten erreicht werden, heisst es in der Antwort auf die Kleine Anfrage. Die vom Kanton Schwyz angewandten Kriterien habe einzig die Linie Arth-Goldau-Biberbrugg nicht erfüllt.

sda