Schwyzer Polizei fahndet online

Fahndungsaufrufe, Vermisstmeldungen, Unfälle: Solche Infos publiziert die Kantonspolizei Schwyz künftig auf Facebook - und will damit vor allem Junge ansprechen.

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Die Schwyzer Polizei nutzt neu die Internettplattform Facebook als Fahndungsmittel. (Bild: Karikatur Jals)

Die Schwyzer Polizei nutzt neu die Internettplattform Facebook als Fahndungsmittel. (Bild: Karikatur Jals)

Ab sofort «patrouilliert» die Kantonspolizei Schwyz nicht nur auf den Strassen, sondern auch im Internet. Neu hat die Schwyzer Polizei eine eigene Seite auf der Internetplattform Facebook. Auf der öffentlich zugänglichen Seite finden sich Zeugenaufrufe, Fotos von Vermissten und aktuelle Unfallmeldungen. «Auch Personen, die zur Fahndung ausgeschrieben sind, sollen künftig auf der virtuellen ‹Pinnwand› platziert werden», erklärt Polizeisprecher Florian Grossmann. Damit wolle man sich dem Trend anschliessen und das Netz als zusätzlichen Kommunikationskanal nutzen.

Polizei hofft auf Hinweise

Bis am Dienstagabend haben auf der Facebook-Seite «Kantonspolizei Schwyz» 65 Nutzer auf «gefällt mir» geklickt. Zudem sind bereits zwei Vermisstmeldungen sowie mehrere Einbrüche und Unfälle auf der Plattform vermeldet. Den Facebook-Auftritt will die Polizei aber auch nutzen, um Nachwuchs zu rekrutieren. «Viele Junge sind auf Facebook aktiv», weiss Grossmann.

Auch Obwalden ist auf Facebook

Auch die Kantonspolizei Obwalden verfügt seit einigen Wochen über eine eigene Facebook-Seite und publiziert laufend Meldungen aus dem Polizeialltag. Die Obwaldner Polizei vermeldete bis am Diensatg jedoch erst 13 «Facebook-Freunde».

Aber Achtung: «Facebook ersetzt die Notrufnummer 117 nicht», betont Florian Grossmann von der Schwyzer Polizei.

Ramona Kriese

Luzerner Polizei hat ein App

Die Luzerner Polizei hat seit Mitte Jahr das App «iPolice» aufgeschaltet. Wer dieses App auf seinem iPhone installiert hat, kann Polizeinews, Medienmitteilungen, Notrufnummern, Wasserstandsinfos, Autobahn-Webcams der Cityring-Baustelle, aber auch einen Kindesentführungsalarm rund um die Uhr abrufen. «iPolice» lässt sich via Appstore kostenlos beziehen. Eine Version für andere Smartphones soll nächstes Jahr zur Verfügung gestellt werden. «Mit der App sind Sie während 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche über das aktuelle Geschehen im Kanton Luzern im Bild.

Der Einsatz von neuen Medien wird im Moment auch von der Zuger Polizei geprüft. «Vor allem an einer App haben wir grosses Interesse. Ob auch der Einsatz von Facebook und Twitter Sinn macht, wird zurzeit evaluiert», sagt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Polizei. Man werde hier auch die Erfahrungen aus anderen Kantonen auswerten.

bin

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