SCHWYZER STRAFGERICHT: Ein Banküberfall – mit einer Bohrmaschine

Ein Räuber hat in Gersau im April 2008 eine Bank überfallen. Die Bankangestellten hat er mit einer besonderen Waffe bedroht.

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(Karikatur Jals/Neue LZ)

(Karikatur Jals/Neue LZ)

Mit einer unter einem Plastiksack versteckten Bohrmaschine überfiel ein Maskierter im April 2008 die Filiale der Schwyzer Kantonalbank in Gersau. Er hielt einen Elektrobohrer unter einem Plastiksack wie eine Pistole und richtete sie gegen die beiden Angestellten hinter dem Schalter. Diese gaben dem Bankräuber schliesslich 23'000 Franken, mit denen er fliehen konnte – aber kurz darauf geschnappt wurde. Der Täter, ein Carosseriespengler, hatte hohe Schulden und darum vergeblich versucht, durch Spielen im Casino Luzern zu Geld zu kommen.

Am Freitag stand der 28-jährige Räuber in Schwyz vor Gericht. Den Richtern stellte sich die Frage, ob die Tat überhaupt als Raub zu werten sei, wenn er ja gar keine Waffe bei sich hatte. Der Staatsanwalt verlangte 15 Monate bedingt, der Verteidiger plädierte auf Freispruch. Das Urteil der Richter steht noch aus.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.