Schwyzer wollen neues Alterszentrum

Die Gemeinde Schwyz hat sich an der Urne mit 2'948 Ja-Stimmen klar für den Bau des neuen Alterszentrum ausgesprochen. Jedoch lehnten die Stimmbürger den Verpflichtungskredit von 5 Millionen Franken für die Bauausführung im Minergie-P-Eco-Standard ab.

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Das Modell des neuen Alterszentrums Schwyz in Ibach, das zwischen Rubiswil-Stall (links unten) und dem Tenniscenter (oben) angesiedelt wird. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Das Modell des neuen Alterszentrums Schwyz in Ibach, das zwischen Rubiswil-Stall (links unten) und dem Tenniscenter (oben) angesiedelt wird. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Das Ja der Schwyzer Stimmbürger zum Alterszentrum bedeutet, dass bis Mitte 2016 ein Komplex mit 126 Wohneinheiten und 139 Plätzen für betagte Menschen entstehen. Damit kann der ausgewiesene Bedarf an Alters- und Pflegeheimplätzen bis etwa ins Jahr 2025 gedeckt werden. Sollte anschliessend weiterer Bedarf bestehen, besteht beim Neubauprojekt die Option für einen Erweiterungsbau mit nochmals rund 40 Plätzen.

Der Entscheid fiel mit 2'948 Ja- und 1'039 Nein-Stimmen klar aus. Auf Ablehnung stiess jedoch der Verpflichtungskredit von 5 millionen Franken für die Mehrkosten bei der Erstellung des Alterszentrum im Minergie-P-Eco-Standard: 2'580 Wahlberechtigte stimmten dagegen, während 1'406 Stimmbürger dies befürwortet hätten.

Erstmals ein SP-Gemeindepräsident

Bei einer Stimmbeteiligung von 37.7 % wurde Hugo Steiner mit 3‘324 Stimmen zum Gemeindepräsidenten gewählt. Damit übernimmt erstmals überhaupt ein SP-Vertreter den Ratsvorsitz am Kantonshauptort. Hugo Steiner gehört dem Gemeinderat seit acht Jahren an und hatte in den letzten vier Jahren das Schulpräsidium geführt.

Ebenfalls in neue Hände gegeben wurde die Finanzverwaltung, indem der frühere Kantonsrat Peppino Beffa von der CVP mit 3‘355 Stimmen zum Säckelmeister gewählt wurde. Der Gemeinderat wird komplettiert mit der schon bisher einzigen Frau in der Exekutive Christina Suter-Schibig, für welche 3‘314 Stimmen abgegeben wurden.

Ebenfalls von der CVP mit 3‘319 Stimmen wurde Erich Arnold gewählt. Als neue Mitglieder in die Exekutive bestellt wurden zusätzlich die beiden FDP-Kandidaten André Brugger mit 3‘213 Stimmen und Gregor Achermann mit 3‘301 Stimmen sowie mit 3‘034 Stimmen Xaver Schuler von der SVP. Mit ihm zieht erstmals ein amtierender Kantonsrat gleichzeitig und parallel zur Parlamentstätigkeit in die Exekutive ein.

Eine Änderung ergab sich in der Rechnungsprüfungskommission: Nach der Demission eines Mitgliedes gehört neu Stefanie Wiget zu den bisherigen Mitgliedern Walter Nobs, Markus Furrer, Peter Geisser und Benedict Steiner. In ihren Ämtern bestätigt wurden schliesslich Gemeindeschreiber Bruno Marty, Vermittler Otto Tschümperlin und Vermittler-Stellvertreter Hans Muff.

pd/cin