SCHWYZ/IBACH: Auch Junioren bezahlen den Rasen

Schwyz und Ibach wollen nun auch einen Kunstrasen. Für die Finanzierung sind hauptsächlich Gemeinde und Vereinsmitglieder zuständig – auch die Junioren.

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Der FC Brunnen hat seinen Kunsrasen bereits 2006 verlegt. Nun soll auch die Sportanlage Wintersried in Ibach so einen Rasen erhalten. (Archivbild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Der FC Brunnen hat seinen Kunsrasen bereits 2006 verlegt. Nun soll auch die Sportanlage Wintersried in Ibach so einen Rasen erhalten. (Archivbild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Eine massive Beitragserhöhung steht beim Sportclub (SC) Schwyz an. Grund dafür ist ein Kunstrasen, der bis im Jahr 2011 in der Sportanlage Wintersried in Ibach realisiert werden soll. Im Rahmen einer Gesamtsanierung und Erweiterung der Anlage will sich die Gemeinde an den Kosten beteiligen.

«Das Projekt wird sich in der Grössenordnung von 2,5 Millionen Franken bewegen», sagt er auf Anfrage. Neben dem Kunstrasen muss auch die Rundbahn saniert werden. Dazu kommen eine Erweiterung für Trendsportarten wie Beach-Volleyball, Beach-Fussball und ein Hartplatz für BMX-Velos, Kick- und Skateboards.

Erhöhung des Jahresbeitrags um 200 Franken bis 2011
Der SC Schwyz und der FC Ibach werden sich je zur Hälfte an den Kosten beteiligen. Laut SC-Schwyz-Vorstandsmitglied Markus Kern werden dies maximal eine Viertelmillion Franken sein. Nebst Sponsorensuche und Geldsammlungen muss der grösste Teil über die Vereinsmitglieder eingenommen werden. Da ist der Nachwuchs nicht ausgeschlossen, was nicht alle Eltern erfreut.

Heute bezahlen die aktiven Mitglieder einen Jahresbeitrag von 180 Franken. Die Junioren je nach Alter einen solchen von 50 bis 130 Franken. An der gestrigen ausserordentlichen Generalversammlung ist einer zweckgebundenen Erhöhung um 200 Franken bis im Jahr 2011 zugestimmt worden. Nachher, wenn der Kunstrasen finanziert ist, sollen 100 Franken davon wieder wegfallen.

Kunstrasen wäre häufiger bespielbar als ein Sandplatz
Stefan Zürrer, dessen Tochter Irina in der zweiten Damenmannschaft des SC Schwyz spielt, versteht nicht, dass auch der Nachwuchs einen neuen Kunstrasen für das Kader des SC Schwyz finanzieren soll. «Zumal diese Frauen wegen Platzmangels ziemlich sicher nie auf dem Hartplatz trainieren können. Sie müssen ja jetzt schon nach Brunnen ausweichen», so Zürrer.

Zürrer findet es auch unfair, dass erst Mitglieder ab 18 Jahren darüber abstimmen können: «Die anderen dürfen nur bezahlen und ruhig sein.» Dies sei so in den Statuten geregelt und auch in vielen anderen Vereinen eine übliche Praxis, sagt Kern dazu. Das Projekt sei aufgegleist, und wenn der SC Schwyz jetzt nicht mitmache, sei er eben nicht dabei. Zudem sei der Sandplatz häufig nicht bespielbar und ein Kunstrasen in der heutigen Zeit das einzig Richtige.

Daniela Bellandi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.