SCHWYZ/LUZERN: Verdacht auf Betrug verzögert Luchs-Prozess

Simulierte Beschwerden? Das Opfer (22) eines Polizeieinsatzes nährt mit seinem Verhalten Zweifel. Und die IV erklärt, wie getrickst wird.

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Szene der umstrittenen Festnahme auf dem Polizeivideo. (Bild Luzerner Polizei)

Szene der umstrittenen Festnahme auf dem Polizeivideo. (Bild Luzerner Polizei)

Wie der Schwyzer Staatsanwalt Benno Annen auf Anfrage erklärt, wird durch die Strafanzeige wegen möglichen IV-Betrugs das laufende Verfahren gegen zwei Polizisten der Luzerner Sondereinheit Luchs möglicherweise in die Länge gezogen. «Die Glaubwürdigkeit des jungen Mannes ist durch die laufende Strafanzeige gegen ihn in Frage gestellt. Die Untersuchung gegen die Polizisten wird sich nun wohl um Wochen verzögern», sagt Staatsanwalt Annen.

Seit dem auf Video dokumentierten, überharten Zugriff des Luchs-Kommandos im Juni 2005 hat D. nicht mehr gearbeitet und Suva-Taggelder bezogen. D. leidet nach eigenen Aussagen noch immer unter der Festnahme. Er kann laut einem Beitrag von «10 vor 10» nicht Auto fahren, hegt Suizidgedanken, meidet die Öffentlichkeit, leidet im Dunkeln unter Angstzuständen. Darum hat er eine IV-Rente beantragt.

Die Schwyzer IV-Stelle liess den Mann jedoch von einem Detektiv observieren. Videoaufnahmen zeigen ihn beim Schneeschaufeln, beim Autofahren und in geselliger Runde des Nachts unterwegs. Die IV hat anhand dieser Aufnahmen wegen Verdachts auf Betrug Anzeige eingereicht.

Roger Rüeger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.