SCHWYZ/STEINEN: Nur dreieinhalb Minuten bis zum Knall

Am Dienstagabend hat man in Schwyz und in Steinen die Fasnacht verabschiedet. In Steinen tut man dies mit dem traditionellen «Undärämachä». Schwyz kennt da eine andere Tradition. Man lässt ein grosses Feuerwerk steigen, bevor es dem Blätz explosiv an den Kragen geht.

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Mit dem Blätz-Verbrennen beendeten die Schsyzer auf dem Hauptplatz die diesjährige Fasnacht. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Mit dem Blätz-Verbrennen beendeten die Schsyzer auf dem Hauptplatz die diesjährige Fasnacht. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Im Schwyzer Hauptort zündeten die Güdelzischtiger vor der Schwyzer Kirche ein gewaltiges Feuerwerk. Mit jedem Donnerkrachen wurde die schöne närrische Zeit nochmals in Erinnerung gerufen. Auf dem übervollen Hauptplatz wurden die letzten Runden mit dem Narrentanz vollbracht. Dann war es so weit. Der Blätz wurde angezündet. Er brannte heuer wie Zunder. Schnell schossen die Flammen am Körper der Fasnachtsfigur hoch. Nach knappen dreieinhalb Minuten dann ein letzter gewaltiger Knall. Der Blätz war explodiert und die Schwyzer Fasnacht damit verabschiedet. Einige verwegene Fasnächtler waren kurz vor Mitternacht nochmals um die Glut versammelt. Traditionell verbrannten sie ihre Masken in den noch schwach lodernden Flammen.

Trost vom Narrenvater
In Steinen konnte Narrenvater Wisi Arnold einige hundert Maschgraden und über 30 Tambouren am traditionellen Undärämachä auf dem Dorfplatz begrüssen. Kurz nach 20 Uhr öffneten die beiden fasnächtlichen Hauptfiguren, der Talibasch und der Välädi, den Schachtdeckel auf dem Dorfplatz. Mit Wehmut begruben sie den Schällä-Buur und damit die Fasnacht.

Erhard Gick / Neue Schwyzer Zeitung