SCHWYZ/URI: Sicherheitsstollen beim Mositunnel wird in Betrieb genommen

Am 17. Dezember kann der Sicherheitsstollen beim Mositunnel in Betrieb genommen werden. Verbleibende Instandsetzungsarbeiten des Tunnels werden nach Inbetriebnahme des Morschachertunnels und der neuen Axenstrasse durchgeführt.

Drucken
Teilen
So sieht der neue Sicherheitsstollen beim Mositunnel aus. (Bild: Andreas Seeholzer)

So sieht der neue Sicherheitsstollen beim Mositunnel aus. (Bild: Andreas Seeholzer)

Bei dem mehr als 50-jährigen, 1,14 Kilometer langen Mositunnel bei Ingenbohl-Brunnen wird die Tunnelsicherheit erhöht. Eine wichtige Massnahme diesbezüglich wurde mit dem Bau eines Sicherheitsstollens umgesetzt, wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) mitteilt.

Der 1,1 Kilometer lange Sicherheitsstollen verläuft seeseitig parallel zum Mositunnel in einem Abstand von rund 20 Metern. Für den Bau wurden von November 2013 bis Dezember 2016 rund 18'000 m3 Gestein aus dem Berg befördert. Nach Abschluss der Tests der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung sowie Begehungen mit Verantwortlichen der Blaulichtorganisationen kann der Sicherheitsstollen Mositunnel am 17. Dezember 2016 in Betrieb genommen werden. Die Kosten für den Bau des Stollens belaufen sich auf 20,6 Millionen Franken.

Weitere Bauarbeiten nötig

Die verbleibenden Instandsetzungsarbeiten im Mositunnel werden nach der Inbetriebnahme des Morschachertunnels und der neuen Axenstrasse, ab zirka 2027, ausgeführt. Um bis anhin die Betriebssicherheit gewährleisten zu können, sind in den Jahren 2018/19 weitere Bauarbeiten erforderlich. Diese beinhalten:

  • Umstellung der Lüftung auf Strahlventilatoren und Abbruch der Zwischendecke
  • Ausrüstung neue SOS-Nischen
  • Ersatz der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung
  • Erneuerung Signalisationen in den Tunnelvorzonen
  • Erneuerung Löschwasserleitung mit neuen Hydranten-Nischen
  • Sanierung Bankette inklusive Tunnelentwässerung

Diese Arbeiten werden jeweils zwischen 20 und 5 Uhr durchgeführt, um die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten. Von Juli bis September finden keine Arbeiten statt. Die Gesamtkosten inklusive Sicherheitsstollen belaufen sich auf rund 72 Millionen Franken.

pd/chg