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SEENACHTSFEST: 2318 leuchtende Geschosse stehen in Küssnacht parat

Am Freitag (28. Juli) startet der Küssnachter Traditionsanlass. Höhepunkt dürfte auch dieses Jahr das Feuerwerk vom Samstag sein. 316 Kilogramm Material werden dann innert 17 Minuten in die Luft gejagt – per Knopfdruck.
Seenachtsfest-Feuerwerk im Jahr 2003. (Bild Remo Inderbitzin/Neue LZ)

Seenachtsfest-Feuerwerk im Jahr 2003. (Bild Remo Inderbitzin/Neue LZ)

Fest verankert steht es da, Rohr an Rohr, Kiste an Kiste, das Feuerwerk, das am Samstag am Küssnachter Seenachtsfest gezündet wird. Von zwei Nauen aus werden Punkt 22 Uhr 2318 Schüsse abgefeuert, der grösste misst 17,8 Zentimeter im Durchmesser. «Wir würden gerne noch grössere Kaliber abfeuern, doch dann könnten wir den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht mehr einhalten», erzählt «Zündmeister» Patrick Lottenbach.

Der in Weggis wohnhafte 24-Jährige arbeitet eigentlich für die Firma Hamberger Swiss Pyrotechnics in Spiez. Das Feuerwerk am Seenachtsfest führt er gemeinsam mit dem Verein Zenex durch. Über zu wenig Arbeit darf er sich in diesen Tagen also nicht beschweren. Mit dem anstehenden 1. August hat er alle Hände voll zu tun: «Küssnacht am Samstag, Flüelen am Montag, Vitznau am Dienstag – ja, es herrscht gerade Hochsaison», erzählt er während einer freien ­Minute. Entsprechend lacht er auf die Frage, ob er und sein Team mit den Vorbereitungen für das Küssnachter Feuerwerk denn schon begonnen hätten. «Das Feuerwerk haben wir schon im Juni vorbereitet. Es liegt derzeit noch in Flüelen in einem Container, fast fixfertig für die Zündung.» Denn ein Feuerwerk dieser Grössenordnung – es dauert exakt 17 Minuten und 5 Sekunden – erfordere lange und vor allem äusserst präzise Vorbereitungen. Ein Beispiel: Allein für den Einkauf der pyrotechnischen Ware reist eine Delegation jeweils für eine Woche nach China. Dort schaut sie das zum Verkauf stehende Material an – und das wortwörtlich. Eine Vorschau sei nötig, da man sonst gar nicht wisse, welche Effekte es hat, so Lottenbach.

Weiter waren zum Beispiel mit dem Aufbau auf den Nauen – das Befestigen, Ausrichten, Verkabeln – acht Leute beschäftigt. Dies sei jeweils der gefährlichste Teil der Arbeit, so Lottenbach. Kein Wunder: Für das Spekta­kel sind 316 Kilogramm feuerwerktechnisches Material wie Schwarzpulver geladen. «Wir halten uns strikte an die Sicherheitsvorschriften», betont er. Ebenso aufwendig sei es, den Ablauf mittels PC-Programm zu erstellen. «Wir feuern die Geschosse auf die Hundertstelsekunde genau ab.» Gezündet wird vom Ufer aus, per Knopfdruck, versteht sich.

Die Kosten für das 17-minü­tige Knallen und Leuchten will Lottenbach nicht verraten. Nur so viel: «Eine Faustregel besagt, dass eine Minute bis zu 1000 Franken kosten kann.» Die Besucher dürfen sich auf jeden Fall freuen. Denn nicht nur das Feuerwerk und das Rahmenprogramm stehen bereit, auch das schöne Wetter dürfte gemäss Prognose halten.

Niels Jost

niels.jost@luzernerzeitung.ch

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