SEEPEGEL: Vierwaldstättersee: Boote auf dem Trockenen

Die Hobby-Bötler stecken im Schlamm fest, weil der Wasserpegel zu tief ist. Trotzdem will man beim Reusswehr die Schleusen nicht weiter schliessen.

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(Karikatur Jals/Neue LZ)

(Karikatur Jals/Neue LZ)

Der Seepegel ist so tief wie schon lange nicht mehr. Vor zehn Jahren war der Wasserstand im Vierwaldstättersee letztmals so niedrig, davor war dies 1955 zuletzt der Fall. Für viele Besitzer von kleinen Motor- und Ruderbooten ist dies ein Problem. In Brunnen etwa stecken fast 40 Boote im Schlamm fest. «Das ist extrem, sowas habe ich noch nie gesehen», sagt Hafenmeister Edi Baggenstoss. Auch Daniel Amstad kann sein Fischerboot in Beckenried nicht mehr ins Wasser lassen. «In der Bootshütte ist der Wasserstand noch bei rund zehn Zentimetern», sagt er.

Beim Strasseninspektorat Luzern weiss man um die Probleme der Bötler. Trotzdem hält man den Wasserstand weiter tief – absichtlich. Das Reusswehr wird nicht weiter geschlossen. «Bald beginnt der Schnee in den Bergen zu schmelzen. Wir halten den Wasserstand daher sehr tief, damit es dann nicht zu Überschwemmungen kommt», sagt Bernhard Jurt, Leiter des Strasseninspektorats. Dies werde jeden Frühling so gemacht. Allerdings nicht immer so drastisch.

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.