SEEWEN: Am Urmiberg entsteht ein zweites Riesenloch

Die Gemeinde Schwyz stimmt erstaunlich deutlich der Vorlage zu, am Urmiberg ein Stück Wald umzuzonen, wo die Firma Kibag künftig 2,6 Millionen Kubikmeter Kieselkalk aus dem Berg brechen kann.

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Der Steinbruch Zingel in Seewen in seinem heutigen Ausmass. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Der Steinbruch Zingel in Seewen in seinem heutigen Ausmass. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Die Gemeinde Schwyz hat dem Gesuch der Firma Kibag mit 3260 Stimmen ihr Ja gegeben. Gegen einen neuen, grossen Steinbruch sprachen sich nur 1862 Seewener aus. Die Abstimmung fiel damit unerwartet deutlich aus.

Angrenzend an ihren heutigen Steinbruch Zingel in Seewen kann die Kibag einen neuen Steinbruch eröffnen. Er soll ebenfalls am Abhang des Urmibergs liegen, oberhalb der Strasse Seewen-Lauerz. Das neue Abbaugebiet soll eine Fläche von 66'000 Quadratmetern umfassen.

In der neuen Abbauzone können nun 2,6 Millionen Kubikmeter Kieselkalk abgebaut werden. Die jährliche Abbaumenge soll wie schon im bisherigen Steinbruch etwa 100'000 bis 150'000 Kubikmeter betragen. Die sehr umstrittene Umzonung wurde von der Gemeindeversammlung an die Urnenabstimmung vom 1. Juni überwiesen.

Laut Kibag-Sprecher Theo Desax werden nun während vieler Jahre beide Steinbruchlöcher offen sein, das neue und zum Teil auch noch das alte. Die Rede ist von Zeiträumen von 20 bis 30 Jahren.

kst