SEEWEN: Mit schwimmenden Plattformen gegen Rost

Beim Auslaufbauwerk des Lauerzersees müssen vier Stahlrohre vor Rost geschützt werden. Gearbeitet wird ab einer zwölf Meter langen Arbeitsplattform, die jeweils während der Arbeitszeit an die Sanierungsstelle eingeschwommen wird.

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Der Lauerzersee. (Bild Susanne Balli/Neue SZ)

Der Lauerzersee. (Bild Susanne Balli/Neue SZ)

Die 1963 gebauten Stahlrohrdurchlässe beim Auslauf des Lauerzersees haben stellenweise Rost angesetzt. Mit dem Ausbessern des Korrosionsschutzes kann die Dauerhaftigkeit für eine weitere Nutzungsperiode garantiert werden, schreibt das Baudepartement des Kantons Schwyz in einer Medienmitteilung.

Die Stahlrohre besitzen als Schutz gegen das Rosten eine Feuerverzinkung. Diese habe bis anhin ihren Zweck gut erfüllt. Die periodisch durchgeführten Kontrollen hätten laut Mitteilung jetzt aber gezeigt, dass im Bereich des Scheitels einzelne Schadstellen vorhanden sind. Mit der Behebung dieser Schwachstellen durch das Aufbringen eines mehrschichtigen Phosphat-Eisenglimmer-Anstrichs, werde die darunterliegende Tragkonstruktion vor Korrosion wiederum vollflächig geschützt sein.

Pro Rohr dauert die Arbeit eine Woche
Wenn alles planmässig verläuft beginnen die Unterhaltsarbeiten Anfangs September, heisst es weiter. Täglich werde bei Niedrigwasser die 12 Meter lange Arbeitsplattform auf der Seewern in die jeweilige Röhre eingeschwommen. Mit Sandstrahlen wird der schadhafte Korrosionsschutz entfernt, sodass nur noch die gereinigte Stahloberfläche vorhanden ist. Der neue Korrosionsschutz kann dann anschliessend in mehreren Schichten von Hand aufgetragen werden. Die Arbeiten dauern pro Durchlass rund eine Woche, so dass die bestehenden vier Röhren innerhalb eines Monats saniert sind, so das Baudepartement.

Die Arbeitsbühne ist laut Mitteilung nach unten komplett abgedichtet, damit keine Rückstände ins Wasser gelangen können. Zusätzlich muss während den Sandstrahlarbeiten die verunreinigte Luft mit einer Filteranlage gereinigt werden. Die Bauarbeiten werden vom Amt für Umweltschutz und dem Fischereiaufseher überwacht.

ana