SEEWEN: Schafe erhalten Asyl im Zeughaus

500 Schafe wurden am Wochenende im Zeughaus Seewen untergebracht. Denn die Alpauffahrt verzögert sich wegen des Wetters.

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Alfons und Romy Betschart von der Charetalp im Muotathal betreuen die Schafe im ehemaligen Zeughauslager in Seewen. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Alfons und Romy Betschart von der Charetalp im Muotathal betreuen die Schafe im ehemaligen Zeughauslager in Seewen. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Der harzige Frühlings- und nun Sommeranfang schlägt nicht nur bei manch einem aufs Gemüt. Das trübe und kalte Wetter sorgt auch dafür, dass Hunderte von Schafen vorerst nicht auf die Alp können. Nun hat die Oberallmeindkorporation Schwyz (OAK), die jedes Jahr im Sommer rund 2000 Schafe auf die Alpen führt, kurzerhand reagiert. Denn das Futter in Rothenthurm, wo die Schafe normalerweise vor der Alpauffahrt den Frühling verbringen, reicht nicht mehr für alle Tiere aus. Deshalb wurden am Samstag 500 Schafe im Zeughaus Seewen untergebracht. «Hier sind die Tiere für die nächsten gut drei Wochen hervorragend untergebracht», erklärte OAK-Geschäftsführer Daniel von Euw am Samstag vor Ort. Die Infrastrukur ist vorhanden. Lediglich einige kleine Anpassung mussten vollzogen werden.

Diverse Alpweiden

Die Oberallmeindkorporation, die grösste Waldbesitzerin der Schweiz und mitunter auch eine der grössten Organisationen bezüglich Alpweiden, unterhält 164 Alpweiden in verschiedenen Höhenlagen. «An eine Sömmerung der Tiere ist derzeit gar nicht zu denken», sagt jedoch von Euw. Deshalb sei die OAK zu dieser aussergewöhnlichen Massnahme gezwungen gewesen. Die Tiere haben sich mittlerweile an ihrem neuen Standort eingewöhnt. Täglich werden die Tiere nun mit Wasser und Futter versorgt. Und weil einige der Schafe bereits trächtig sind, müssen sie laufend beobachtet werden. Ein entsprechender Einsatzplan mit Schäfern wurde festgelegt. Daniel von Euw beruhigt und erklärt: «Die Tiere werden gut betreut.

Erhard Gick

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