Sektenberatung Zentralschweiz löst sich auf

Der ökumenische Verein Beratungsstelle Religiöse Sondergruppen und Sekten löst sich per 30. Juni 2012 auf. Das entschied die ausserordentliche Generalversammlung.

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Protest am 8. August 2009 in Luzern gegen die Machenschaften der Bürgerkommission für Menschenrechte (CCHR). Eine Gruppierung die der Scientology nahe steht. (Bild: Archiv Neue LZ)

Protest am 8. August 2009 in Luzern gegen die Machenschaften der Bürgerkommission für Menschenrechte (CCHR). Eine Gruppierung die der Scientology nahe steht. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die ausserordentliche Generalversammlung beschloss am 1. Dezember, dass die Sektenberatung aufgelöst wird, wie die reformierte Kirche des Kantons Luzern mitteilte. Dass der ökumenische Verein nicht mehr weitergeführt wird, bedeute nicht, dass das Thema religiöse Sondergruppen und Sekten nicht mehr aktuell sei.

Gemäss der reformierten Kirche habe sich die Problematik verlagert: weg von den medienwirksamen «klassischen Sekten» hin zu einer Vielzahl von kleineren Gruppierungen, die Menschen in ihrer Freiheit einschränken und abhängig machen.

Die Kirchenleitungen der Zentralschweiz seien nun gefordert, nach Lösungen zu suchen. Für eine gesamtschweizerische Variante sind die reformierten Kantonalkirchen. Die römisch-katholischen Landeskirchen sind in dieser Frage noch unschlüssig.

Ende Juni 2012 entscheidet sich, in welcher Form und an welche Nachfolgeorganisationen sich das Wissen der Zentralschweizer Beratungsstelle Religiöse Sondergruppen und Sekten weitergeben lässt.

pd/ks