SICHERHEIT: Mehr Jugendarbeiter für den Kanton Schwyz

Jugendgewalt ist in den vergangenen Jahren ein immer wichtigeres Thema geworden. Der Kanton Schwyz stockt darum seine Mittel für die Prävention auf.

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Vor Ort sein, um Jugendgewalt zu verhindern, das will die Kantonspolizei Schwyz. Gestellte Szene. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Vor Ort sein, um Jugendgewalt zu verhindern, das will die Kantonspolizei Schwyz. Gestellte Szene. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Die Kantonspolizei Schwyz hat bei der Jugendarbeit zusätzliche Akzente gesetzt, teilt die Staatskanzlei Schwyz mit. Dabei ist sie auf eine funktionierende Zusammenarbeit mit Familien, Schulen, Sozialdiensten, Gemeinden, Strafuntersuchungsbehörden und so weiter angewiesen.

Mehr Stellenprozente für Jugendprävention
Wichtig ist laut Staatskanzlei, dass die polizeiliche Jungend- und Netzwerkarbeit vor Ort passieren könne. Daher seien die dezentralen Strukturen die Basis für ein effizientes Handeln im ganzen Kantonsgebiet. Zudem habe die Kantonspolizei in der Sicherheitspolizei zwei neue Regionalfahnderstellen geschaffen, die vollständig im Jugendbereich tätig sind.

Zusätzlich wurden fünf spezialisierte Ortspostenmitarbeitende mit je 20 Stellenprozenten für Jugendprävention ausgestattet, heisst es weiter. Und bei der Kantonspolizei Schwyz wurde im Bereich Information und Prävention eine zusätzliche Vollzeitstelle für die Präventionsarbeit bei Jugendlichen und Erwachsenen geschaffen.

Höhere Gewaltbereitschaft
Jugendliches Gewaltverhalten ist ein vielschichtiges, Problem. Die Kriminalstatistiken erlauben zwar keine genauen Aufschlüsse über das Ausmass von Jugendgewalt, weil sie vom Anzeigeverhalten und der Aufklärungsquote abhängen, lassen aber den Schluss zu, dass die Gewaltbereitschaft Jugendlicher zugenommen hat. Ausserdem seien Gewaltdelikte heute schwerer. Schwere Jugendgewalt wird aber nur von einer sehr kleinen Minderheit von Jugendlichen ausgeübt. Im Bagatellbereich ist die Lage stabil.

ana