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Sie haben die Wahl – nutzen Sie sie

Exakt 446 Zentralschweizerinnen und Zentralschweizer wollen für ihren Kanton einen Sitz im National- oder Ständerat ergattern. Das sind rund 150 mehr als vor vier Jahren! Und Sie, lieber Leserinnen und Leser, haben nun die Qual der Wahl.
Lukas Nussbaumer
Lukas Nussbaumer

Lukas Nussbaumer

Dieses rekordhohe Interesse ist nicht nur auf die Politik-Begeisterung in unserer Region oder auf die Attraktivität eines Amts in Bundesbern zurückzuführen. Die Vielzahl von Kandidatinnen und Kandidaten hat auch mit einer Gesetzesänderung zu tun: Grössere Parteien können neu ohne Unterschriften so viele Listen einreichen, wie sie wollen. Bisher galt die Befreiung vom Unterschreiben des Wahlvorschlags nur für eine Wahlliste pro Kanton.

Manch einer redet nun von einer Kandidatenschwemme, welche die Aufgabe für die Wähler erschwere – und unterschätzt damit das Volk. Die rund 273000 stimmberechtigten Luzerner sind genauso fähig wie die etwas mehr als 77000 wahlberechtigten Zuger, unter 252 beziehungsweise 75 Kandidaten jene neun und drei Personen zu wählen, die ihren Kanton künftig im Nationalrat vertreten sollen. Ja, das Herz eines jeden Wählers sollte angesichts der Fülle von Wahlmöglichkeiten höherschlagen. Nutzen Sie die Auswahl!

Mit Ihrer Wahl machen Sie nicht nur von einem Grundrecht in unserer Demokratie Gebrauch. Sie bestimmen die Zukunft der Schweiz mit. Die oft verwendete Plattitüde «Das Land steht vor grossen Herausforderungen» trifft den Nagel für einmal auf den Kopf. Altersreform, unser Verhältnis zur EU, Energiewende, Klimapolitik, steigende Krankenkassen­prämien, Ausrichtung und Ausrüstung der Armee, Ökologisierung der Landwirtschaft: Das neue Bundesparlament muss auf bedeutende Fragen Antworten finden, welche die alten Räte teils unnötig lange vor sich her geschoben haben.

Ganz vieles hängt also davon ab, wem Sie am 20. Oktober Ihr Vertrauen schenken. Arrivierten, erfahrenen Politikern? Oder neuen, jungen Kräften mit anderen Ideen? Wobei jung nicht automatisch dynamisch heissen muss und alt ebenso wenig gleichbedeutend ist mit verkrustet. Sie haben es auch in der Hand, ob sich der teils erfreulich hohe Frauenanteil unter den Kandidierenden bei den gewählten National- und Ständeräten widerspiegelt. An der Auswahl liegt es nicht – sie ist mehr als gross genug.

Mit dieser Wahlbeilage, die Sie nun in den Händen halten, wollen wir Ihnen eine Orientierungshilfe bieten. Lesen Sie darüber hinaus unsere Zeitung, und verfolgen Sie unsere Webseite. Informieren Sie sich auch in Radio und Fernsehen, besuchen Sie Wahlveranstaltungen, suchen Sie den direkten Austausch mit den Kandidatinnen und Kandidaten. Und – weil nach den Wahlen immer auch vor den Wahlen ist – prüfen Sie während der kommenden Legislatur, ob die abgegebenen Versprechen von den Gewählten eingehalten werden. Dann werden Sie auch künftig die richtige Wahl treffen.

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