LZ-Weihnachtsaktion: Sie sorgen für besten Einsatz der Spenden

Der Beirat der LZ-Weihnachtsaktion prüft die Hilfsgesuche. Die Mitglieder verraten uns, was sie für diese ehrenamtliche Aufgabe motiviert.

Arno Renggli
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Beirat der LZ-Weihnachtsaktion. Hint. v.l.: Renate Falk (zuständig für Kanton Zug), Beatrice Frey­ Hässig (Luzern ­Land), Ueli Kaltenrieder («Luzerner Zeitung»), Anna Christen (Region Willisau), Hans Bucher (Region Sursee), Margrit Thalmann (Entlebuch), Ruth Ulrich (Obwalden). Vorne: Daniel Rüttimann (Region Hochdorf/Freiamt), Peter Dietschi (Luzern/Emmen), Urs W. Studer (Präsident), Ruth Garcia (Nidwalden), Markus Tresch (Uri), Heidi Ragonesi (Stadt Luzern), Elisabeth Portmann (Geschäftsleiterin).

Beirat der LZ-Weihnachtsaktion. Hint. v.l.: Renate Falk (zuständig für Kanton Zug), Beatrice Frey­ Hässig (Luzern ­Land), Ueli Kaltenrieder («Luzerner Zeitung»), Anna Christen (Region Willisau), Hans Bucher (Region Sursee), Margrit Thalmann (Entlebuch), Ruth Ulrich (Obwalden). Vorne: Daniel Rüttimann (Region Hochdorf/Freiamt), Peter Dietschi (Luzern/Emmen), Urs W. Studer (Präsident), Ruth Garcia (Nidwalden), Markus Tresch (Uri), Heidi Ragonesi (Stadt Luzern), Elisabeth Portmann (Geschäftsleiterin).

Bild: Pius Amrein

Die dreizehn Mitglieder des Beirates decken je einen Kanton oder eine Region der Zentralschweiz ab. Wir haben sie gefragt, was ihnen bei der LZ-Weihnachtsaktion besonders wichtig ist.

Urs W. Studer, Präsident des Beirats:

«Unser Schweizer Sozialsystem ist auf einem sehr hohen Level. Dennoch gibt es auch bei uns Menschen und Familien, die in Notsituationen geraten. Die LZ-Weihnachtsaktion kann hier unbürokratisch und schnell helfen. Ich verneige mich voller Dankbarkeit vor den Spenderinnen und Spendern. Als Beirat dieser wirkungsvollen Stiftung stelle ich gerne meine Zeit zur Verfügung.»

Hans Bucher, Region Sursee:

«In meiner 15-jährigen Tätigkeit als Beirat berühren mich immer wieder die Sorgen, Ängste und Nöte von alleinerziehenden, einsamen, arbeitslosen und kranken Menschen in unseren Regionen. Und immer wieder stelle ich fest, wie auch kleinere finanzielle Beiträge viel bewirken können. Das ist und bleibt mein Ansporn, weiterhin für diese gute Sache aktiv zu sein.»

Anna Christen, Region Willisau:

«Als Sozialvorsteherin der ländlich geprägten Gemeinde Hergiswil werde ich oft mit Armut oder Schicksalsschlägen konfrontiert. Im Gegenzug erlebe ich Spenderinnen und Spender, die grosszügig bereit sind, anderen zu helfen, damit sie nicht durch die Maschen der sozialen Netze fallen. So motiviert mich die Aufgabe als Beirätin, die Hilfsgesuche verantwortungsvoll zu prüfen.»

Peter Dietschi, Luzern/Emmen:

«Hinter den Gesuchen stehen Schicksale von Menschen in unverschuldeten Notsituationen. Es wird mir dabei stets bewusst, wie gut es mir und den meisten in unserem Land geht, und dass dies nicht selbstverständlich ist. Diese einzigartige Sammlung setzt dank grosszügigen Spenderinnen und Spendern Jahr für Jahr ein eindrückliches Zeichen für eine solidarische Gemeinschaft.»

Beatrice Frey Hässig, Luzern Land:

«Dass die Spenden praktisch eins zu eins an Bedürftige weitergegeben werden und nicht in eine administrative Organisation fliessen, ist ein Teil meiner Motivation, bei der LZ-Weihnachtsaktion mitzuhelfen. Zudem kann ich mit meinem Engagement nach vielen spannenden und erfüllenden Berufsjahren in der sozialen Arbeit etwas zurückgeben, was mich mit Dankbarkeit erfüllt.»

Renate Falk, Kanton Zug:

«Die LZ-Weihnachtsaktion kann Lücken schliessen, wo plötzlich Not entsteht. Dabei mitzuhelfen, ist für mich gelebte Menschlichkeit. Diese Anteilnahme erfahre ich ebenfalls durch die vielen kleinen und grossen Spenden. Auch dankbare Rückmeldungen von Menschen, die Hilfe erhalten haben, sind für mich Motivation und Kraftquelle für meine Mitarbeit.»

Ruth Garcia, Nidwalden:

«Als ehemalige Sozialvorsteherin war mir die finanzielle Not vieler bekannt. Dass in der Zentralschweiz so viele Menschen so viel Geld spenden, ist ganz einfach fantastisch. Deshalb ist es mir ganz wichtig, die Gesuche gut zu prüfen, damit die Spendengelder im Sinne der Spender gesprochen werden. Ich empfinde nach getaner Arbeit immer eine grosse Freude und Befriedigung.»

Ueli Kaltenrieder, Vizepräsident:

«Ich war von 1996 bis 2017 Leiter Lesermarkt bei der LZ und ihren Regionalausgaben. Deshalb kenne ich die Anliegen der Leserschaft sehr gut. Es ist mir daher wichtig, dass die Spendengelder im Sinne der Leserschaft eingesetzt werden. Im Beirat habe ich erlebt, dass es trotz sozialem Wohlstand eine grosse Anzahl Menschen gibt, deren Budget kaum zum Leben reicht.»

Heidi Ragonesi, Stadt Luzern:

«Als Sozialarbeiterin der Caritas Luzern kenne ich die LZ-Weihnachtsaktion seit vielen Jahren und bin froh, dass es diese Stiftung gibt. Als ich angefragt wurde, im Beirat mitzuarbeiten, habe ich mit Freude zugesagt. Sehr gerne stelle ich einen Teil meiner freien Zeit für eine solch tolle Sache zur Verfügung. Dank der Spendenfreudigkeit der Zentralschweizer Bevölkerung kann Menschen gezielt geholfen werden.»

Margrit Thalmann, Entlebuch:

«Die Entwicklung der LZ-Weihnachtsaktion habe ich in meinen beinahe 20 Jahren im Beirat hautnah miterlebt. In Erinnerungen geblieben sind mir viele Schicksale von Einzelpersonen und Familien, denen durch einen Beitrag der Alltag erleichtert wird. Die Bearbeitung der Gesuche mache ich mit Freude, aber auch mit Respekt. Ich will mithelfen, dass das Geld richtig eingesetzt wird.»

Markus Tresch, Uri:

«Seit 20 Jahren arbeite ich im Beirat der LZ-Weihnachtsaktion mit. Neben den vielen tragischen Notsituationen berühren mich ganz speziell immer wieder jene Fälle, in denen Kinder involviert sind. Dass auch mit ganz kleinen Beiträgen Kinderaugen zum Leuchten gebracht werden, freut mich ganz besonders. Die beispiellose Solidarität der Zentralschweiz ist ein Weihnachtsmärchen, das jedes Jahr wieder wahr wird.»

Ruth Ulrich, Obwalden:

«Als pensionierte Sozialdienstleiterin bin ich mir bewusst, wie viele hilfsbedürftige Menschen in unserer Region leben. Sie müssen mit kleinem Budget in der wohlhabenden Schweiz auskommen. Schnell kann eine Familie in den finanziellen Abgrund getrieben werden. Darum motiviert es mich sehr, dass wir die Spendengelder direkt einsetzen und Notlagen lindern können. Diese Arbeit ist für mich sehr erfüllend.» (are)

LZ-Weihnachtsaktion im Endspurt:
So können Sie spenden und helfen

Noch bis Ende nächster Woche läuft die aktuelle LZ-Weihnachtsaktion. Zum 24. Mal sammelt sie mit ihren Regionalausgaben für Menschen in der Zentralschweiz, die in Not geraten sind. Spenden können Sie auf das Postkonto 60-33377-5 (Iban-Nummer: CH89 0900 0000 6003 3377 5) und online via www.luzernerzeitung.ch/weihnachtsaktion. Auch SMS-Spenden sind möglich: Wählen Sie Nummer 488 und schreiben Sie LZWA plus den Frankenbetrag (nur Zahl). Wir danken herzlich!

Die LZ-Weihnachtsaktion ist in unserer Region fest verankert. 2018 wurde mit über 4,8 Millionen Franken ein Spendenrekord realisiert. Total 16309 Spenderinnen und Spender halfen mit. Seit der Gründung im Jahr 1996 wurden total über 54 Millionen Franken gesammelt.

Wie willkommen diese Hilfe ist, zeigt die Zahl der Hilfsgesuche, die sich letztes Jahr auf 3848 belief, ebenfalls ein Höchstwert. Für dieses Jahr haben wir bereits wieder rund 3600 Anfragen erhalten, ein neuer Rekordwert ist also gut möglich. Gesuche können nicht direkt von Hilfesuchenden eingereicht werden, sondern ausschliesslich von Sozialbehörden oder sozialen Institutionen zu Gunsten von Einzelpersonen oder Familien, die in Not sind. Jedes dieser Gesuche wird vom Beirat sorgfältig geprüft. Dieser besteht aus 13 ehrenamtlich tätigen Sozialfachleuten aus der ganzen Zentralschweiz. Beiratspräsident ist Urs W. Studer, alt Stadtpräsident von Luzern. Wir freuen uns über diese erneut sehr erfolgreich laufende Sammlung, die wieder vielen Menschen in unserer Region helfen und neue Hoffnung geben wird.

Geschäftsstelle LZ-Weihnachtsaktion: Elisabeth Portmann, Geschäftsleiterin. Infos: lzweihnachtsaktion@lzmedien.ch, Tel. 041 429 54 04.