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SIEBNEN: 4300 Narren trieben Unwesen

29 Fasnachtszünfte aus Deutschland und der Schweiz genossen die närrischen Gemeinsamkeiten. Besonders der Umzug am Sonntag war ein Besuchermagnet.
Viel Applaus gab es für die Pyramide der Löffinger Hexen. (Bild Ch. Bachmann/Neue SZ)

Viel Applaus gab es für die Pyramide der Löffinger Hexen. (Bild Ch. Bachmann/Neue SZ)

Acht Landschaften umfasst die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), Deutschlands grösste und älteste Fasnachtsvereinigung. Die Röllizunft Siebnen, Mitglied der Landschaft Bodensee-Linzgau-Schweiz, schaffte es, dass das Dorf Siebnen den deutschen Gästen in lebhafter Erinnerung bleiben dürfte. Nach den traditionellen Feierlichkeiten vom Samstag wurde der grosse organisatorische Aufwand des OKs schliesslich am Sonntag belohnt. Beim Zunftmeisterempfang im Stockberg-Schulhaus wurden Zunftmeister Thomas Düggelin, OK-Präsident Walter Hähni sowie Sarah Düggelin und Franziska Wetli durch Roland Wehrle, Präsident der VSAN, für ihren grossen Einsatz geehrt.

54 Fasnachtsgruppen und Zünfte starteten am Sonntagnachmittag schliesslich zum grossen Umzug durch Siebnen. Angeführt wurden die Närrinnen und Narren aus den Landschaften Bodensee-Linzgau-Schweiz, Donau, Oberschwaben-Allgäu und Hochrhein, Neckar-Alp, Schwarzwald, Baar und Hegau vom Einschellerverein March und den verschiedenen Siebner Fasnachtsvereinen. Die unzählbaren Hexen, Teufel, Trachtenleute, Hutzelmännchen und Waldfiguren zauberten mit ihren Spässen Jung und Alt ein Lachen aufs Gesicht – selbst wenn es statt der erhofften Süssigkeiten manchmal bloss eine Handvoll Konfetti geschenkt gab. Und auch die drehenden Stühle, Entführungen, Wasserangriffe und Besenattacken nahm man den manchmal schönen und manchmal recht furchteinflössenden Masken nicht übel. Was Roland Wehrle bereits am Morgen betont hatte, bestätigte sich besonders bei diesem Umzug: Der gemeinsame Brauch Fasnacht verbindet und baut Brücken – auch international. Bereits am Samstag hatte sich in den Festzelten gezeigt, dass man gerne bereit ist, dem Gegenüber über etwaige Sprachbarrieren hinwegzuhelfen.

Zwei Jahre Vorbereitung
Die lange Vorbereitungszeit des Organisationskomitees hat sich ausgezahlt: OK-Präsident Walter Hähni zeigte sich nach dem Umzug äusserst zufrieden mit dem Ablauf des Anlasses. Doch hätte man sich mehr Besucher erhofft: «7000 bis 8000 Besucher wären schon schön gewesen.» Aber die unsichere Wetterlage und -prognose scheint ihren Beitrag geleistet und viele abgeschreckt zu haben. Nichtsdestotrotz hat die kleine Rölli-Zunft bewiesen, einen grossen Stellenwert in der Vereinigung einzunehmen.

Manuela Diethelm

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