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SILVESTER: Ausgeböllert: Ab Mitternacht brauchts Ausweis

Wer es an Silvester nochmals so richtig krachen lassen will, muss sein Feuerwerk vor Mitternacht zünden. Danach tritt ein strengeres Gesetz in Kraft.
Wer Feuerwerkskörper mit einer Masse von mehr als 1000 Gramm gegen den Himmel schiessen will, braucht ab dem 1.1.2014 einen Ausweis. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Wer Feuerwerkskörper mit einer Masse von mehr als 1000 Gramm gegen den Himmel schiessen will, braucht ab dem 1.1.2014 einen Ausweis. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Ausgerechnet in der Silvesternacht tritt eine strengere Regel für das Abfeuern gewisser Feuerwerke in Kraft. Wer nach Mitternacht sogenannte «Töpfe» zündet, macht sich strafbar - sofern er keinen Ausweis dafür besitzt. Denn für Feuerwerke der Kategorie 4, von denen gemäss Bund eine «grosse Gefahr» ausgeht, gilt ab dem 1. Januar 2014 eine Ausweispflicht. Wer auf das Abfeuern solcher Feuerwerksbatterien nicht verzichten will, muss einen eintägigen Kurs mit Abschlusstest besuchen.

Die neue Ausweispflicht gilt auch für das Zünden von Bühnen- und Theater-Feuerwerkskörper der Kategorie T2. Mit diesen Änderungen passt die Schweiz ihre Sprengstoffverordnung an die Richtlinien der EU an.

Trotz der neuen Regelung dürfte es aber auch diesen Silvester nach Mitternacht nicht ruhiger zu- und hergehen als in den Vorjahren. Denn die im Detailhandel erhältlichen Raketen, Vulkane und Bengalhölzer dürfen weiterhin ohne Bewilligung gekauft und gezündet werden.

Viele Feuerwerkfans, die am Zünden der «Töpfe» der Kategorie 4 festhalten wollen, haben zudem längst vorgesorgt und einen entsprechenden Kurs besucht.

Bereits 700 Kursabsolventen

Die bisherigen Kurse seien in der Regel alle ausgebucht gewesen, sagte Robert Schmidli, Direktor des Schweizerischen Feuerwehrverbandes, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. In der Zwischenzeit hätten fast 700 Teilnehmer einen der verschiedenen Kurse besucht.

Sie lernen dort unter anderem, wie sie einen geeigneten Abschussplatz bestimmen, die Feuerwerkskörper korrekt aufstellen und was mit Versagern und Blindgängern zu tun ist. Kurse und Prüfungen werden unter Aufsicht des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) durchgeführt- dieses stellt auch die Ausweise aus.

Der Kurs kostet inklusive Prüfungsgebühr 500 Franken. Laut Schmidli fallen im Schnitt ein bis zwei der 24 Teilnehmer pro Kurs durch die Prüfung. Der Ausweis ist fünf Jahre gültig. Wer danach einen zweistündigen Wiederholungskurs besucht, kann den Ausweis um weitere fünf Jahre verlängern.

Verstoss gegen Sprengstoffgesetz

Wer trotz der neuen Regelung ohne Ausweis weiterböllert, verstösst gegen das Sprengstoffgesetz. Das gilt auch für jene Feuerwerkskörper der Kategorie 4 und T2, die noch im Jahr 2013 gekauft wurden. Welche Konsequenzen dies hätte, ist noch unklar. Einen genauen Bussen- oder Strafenkatalog gibt es nicht.

Die Schweizerische Staatsanwälte-Konferenz (SSK) hat vorerst keine Strafmassempfehlungen erlassen. Man gehe von Einzelfällen aus, heisst es bei der SSK auf Anfrage. Sollte es zu Verzeigungen kommen, werde man die Situation neu überdenken.

Nur beim Fachhändler erhältlich

Wer Feuerwerkskörper der Kategorien 4 und T2 kaufen will, muss in Besitz einer Abbrandbewilligung auf Gemeindestufe sein, die den Mindestanforderungen der Sprengstoffgesetzgebung entspricht. Alternativ kann auch bei der Kantonspolizei ein Erwerbsschein beantragt werden, wie das Bundesamt für Polizei schreibt.

Böller der Kategorie 4 dürfen weiterhin nur von Fachhändlern und getrennt vom restlichen Sortiment verkauft werden. Bühnenfeuerwerkskörper der Kategorie T2 sind ausschliesslich für den gewerblichen Gebrauch durch Fachpersonen vorgesehen und werden auch weiterhin nicht im Detailhandel erhältlich sein.

sda

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