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SINS: Auf dem Tennisplatz gibt es ein Eisfeld

Betrieben wird das geplante Eisfeld von Schülern und Lehrern des Oberstufenzentrums Ammannsmatt. Die Idee entstand in der Jugendkommission. Sponsern und Schlittschuh laufen darf aber jeder.
Cornelia Bisch
Das Eisfeld-OK: Yvonne Notter, Reto Eichenberger, Jules Bittel, Bruno Schönenberger (von links). (Bild: Cornelia Bisch (Sins, 16. September 2017))

Das Eisfeld-OK: Yvonne Notter, Reto Eichenberger, Jules Bittel, Bruno Schönenberger (von links). (Bild: Cornelia Bisch (Sins, 16. September 2017))

Kurze Schlittelpartien und vielleicht etwas Schneeschuh laufen waren bisher die einzigen Wintersportaktivitäten, die man in Sins und Umgebung betreiben konnte. Nun aber soll sich das ändern. Auf dem Tennisplatz Bachtal wird im kommenden Winter ein Kunsteisfeld entstehen, das von Schülern und Lehrern des Oberstufenschulhauses Ammannsmatt betrieben wird und der ganzen Bevölkerung, vor allem aber der Jugend offensteht. «Es handelt sich vorerst um ein Pilotprojekt», erklärt OK-Präsidentin und Gemeinderätin Yvonne Notter-Hertlein. «Wir werden sehen, wie es ankommt.» Deshalb wird die gesamte Einrichtung und Ausrüstung inklusive Schuhen in diversen Grössen erst einmal gemietet.

Entstanden ist die Idee in der Jugendkommission der Gemeinde Sins. «Es ist super, dass die Schule sofort Hand geboten hat bei der Umsetzung», so Notter. «Das Eisfeld wird einerseits eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die Jugendlichen bieten, aber auch Alternativen für den Schulsportunterricht», erklärt Schulhausleiter und Mitorganisator Reto Eichenberger. Vor allem, wenn die Sporthallen während Wochen für andere Aktivitäten genutzt werden, beispielsweise während der Fasnachtszeit. «Dar­über hinaus motiviert dieses Projekt die Jugendlichen zur Freiwilligenarbeit, von der sie selbst wieder direkt profitieren können», betont Eichenberger. Auch für die Lehrer bedeutet dies ein zusätzlicher unentgeltlicher Einsatz. «Während der zweimonatigen Öffnungszeit wird es jede Lehrperson aber lediglich einen freien Tag kosten.» Damit setze der Lehrkörper, der grossmehrheitlich hinter dem Projekt stehe, ein positives Zeichen für die Jugendlichen und die Oberfrei­ämter Bevölkerung.

Barbetrieb und weitere Ausbaumöglichkeiten

Ab dem 2. Dezember bis zum 21. Januar wird das Eisfeld an Mittwochnachmittagen und an den Wochenenden in Betrieb sein. «Dazu gehört auch ein kleiner Barbetrieb, den Oberstufenlehrer Bruno Schönenberger organisieren und leiten wird», erzählt Notter. Mit einfachsten Mitteln wird der Betrieb in einem Baucontainer eingerichtet, findet aber für die Gäste vor allem draussen statt. «Da kann man auch mal sein Feierabendbier trinken. Und vielleicht», kündigt Notter an, «wird es zusätzlich eine oder zwei spezielle Veranstaltungen geben.» Angedacht sind etwa ein Samichlaus-Anlass und eine Eis-Disco. Der Platz wird den Organisatoren vom Tennisclub Sins kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Gelände ist nachts abschliessbar.

Das Budget ist im mittleren fünfstelligen Bereich angesetzt. Die Gemeinde beteiligt sich mit einem massgeblichen Betrag an der Finanzierung. «Ausserdem übernimmt sie die Defizitgarantie», berichtet Yvonne Notter. Ziel ist es aber, künftig selbsttragend zu sein. Es wurde bereits eine stattliche Anzahl Sponsoren ins Boot geholt. «Wenn die Leute mitziehen und spenden, ist das durchaus realistisch.» Die bisherigen Reaktionen der Bevölkerung seien durchwegs positiv gewesen. «Es können auch andere Schulen oder Firmen das Eisfeld für Sporttage oder Abendanlässe mieten», informiert Reto Eichenberger, eine zusätzliche Möglichkeit, etwas Geld einzunehmen. Für Firmen- oder Vereinsanlässe steht eine Ausrüstung zum Eisstockschiessen zur Verfügung. «Das ist sicher für derlei Anlässe beliebter als Schlittschuhlaufen.» Ausserdem besteht die Möglichkeit, zusätzlich den Bachtalkeller für einen Abendanlass zu mieten und dort nach dem Eissport ein Abend­essen zu geniessen.

Am Wochenende der Eisfelderöffnung findet der alljährliche Anlass des Gewerbevereins «Sins im Advent» statt. «Wir haben das so koordinieren können», erklärt Yvonne Notter, für beide Seiten sei das eine Bereicherung. «Dieses Projekt soll den Zusammenhalt im Dorf stärken.» Reto Eichenberger ergänzt: «Nur wenn man etwas wagt, gibt es auch neuen Schwung in eine Gemeinde.»

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Hinweis

Öffnungszeiten Eisfeld Sins, Tennisplatz Bachtal vom 2. Dezember 2017 bis 21. Januar 2018: Mittwoch, 14 bis 18 Uhr; Samstag, 14 bis 20 Uhr; Sonntag, 11 bis 17 Uhr. Weitere Infos:www.s-eis.ch

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