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SINS: «Bauer, ledig, sucht...»-Kandidatin: «Ich gönne es jedem, der sein Glück findet»

Beatrice Wicki wirkte bei der 13. Staffel von «Bauer, ledig, sucht ...» mit. Ihren Traummann fand sie in der Sendung nicht, aber die Erfahrung lohnte sich für sie trotzdem.
Kandidatin Beatrice Wicki (42) im Garten ihres Elternhauses in Sins. (Bild: Cornelia Bisch (15. Juli 2017))

Kandidatin Beatrice Wicki (42) im Garten ihres Elternhauses in Sins. (Bild: Cornelia Bisch (15. Juli 2017))

Die Sinserin Beatrice Wicki sitzt plaudernd mit dem Bauern Erich Koch aus Waltenschwil auf Strohballen im Freien, misstrauisch beäugt von Kochs beiden anderen potenziellen Hofdamen, die in ­einigen Metern Entfernung auf ihn warten. Schliesslich die alles entscheidende Frage: «Beatrice, könntest du dir vorstellen, mit mir auf die Hofwoche zu kommen?» Sie zögert und meint dann ehrlich betrübt: «Es tut mir leid, Erich, ich denke, daraus wird nichts.» Trotz Gemeinsamkeiten – beide fahren für ihr Leben gern Motorrad und sind sehr naturverbunden – fehlt ihr das gewisse Etwas. «Es war nicht leicht, ihm einen Korb zu geben», sagt sie später. «Er ist ein sehr netter Mann. Aber ich musste auf mein Bauchgefühl hören. Alles andere wäre nicht fair gewesen. Mir ist es wichtig, authentisch und ehrlich zu sein.»

Damit ist für sie die Zeit bei «Bauer, ledig, sucht ...» des Schweizer Senders 3 Plus bereits nach der ersten Episode vorbei. «Es war ein sehr anstrengender, spannender Tag», berichtet die 42-Jährige, «und eine sehr gute Erfahrung.» Mit Erich Koch trifft sie sich immer noch ab und zu. «Wir haben etwas Besonderes zusammen erlebt. Das verbindet.»

Beatrice Wicki ist erst vor wenigen Monaten aus Kanada zurückgekehrt, wo sie ein Jahr lang auf einer Farm gelebt hat. «Es war eine wunderschöne Zeit. Kanada ist ein faszinierendes Land, ich mag die Natur, die Weite. Und ich habe ganz liebe Menschen getroffen.» Die gelernte Bauspenglerin und Mutter von drei Kindern ist in Sins aufgewachsen und hat vor ihrer Abreise zuletzt im Heilpädagogischen Zentrum Hohenrain gearbeitet. «Mein Leben hat sich in den letzten anderthalb Jahren um 180 Grad gewendet. Die Auszeit hat mir gutgetan», sagt sie.

«Würde jedem raten mitzumachen»

Noch etwas unsicher, wie es mit ihr weitergehen soll, erfuhr Beatrice Wicki durch ihre Schwester, einem eingefleischten Fan der Sendung, von der neuen Staffel und bewarb sich kurzerhand. «Ich war total überrascht, als ich eine positive Antwort erhielt.» Und es war für sie ein Zeichen, die Zelte in Kanada nun abzubrechen. Bevor sie sich jedoch dazu entschloss mitzuwirken, fragte sie ihre Familie und Freunde, was sie davon hielten. «Es haben mich alle unterstützt», erzählt sie. Die jüngere Tochter fand die Idee cool, ihr Sohn sagte lachend: «Mami, du bist crazy!» Beatrice Wicki lächelt und sagt: «Ich habe wirklich tolle Kinder.» Ein gutes Stück Mut und Überwindung kostete es sie dennoch teilzunehmen. «Aber wer nicht wagt, gewinnt nicht.»

Den Drehtag selbst empfand sie als sehr intensiv. Die Bauern und ihre Hofdamen unterhielten sich an verschiedenen Schauplätzen miteinander und wurden dabei gefilmt. Ein Drehbuch mit festgelegten Dialogen gab es nicht. «Man konnte frei reden, wie man es gewohnt ist. Aber manchmal mussten Szenen wiederholt werden, weil zum Beispiel gerade ein Flugzeug vorüber­geflogen war. Es gab auch lange Wartezeiten, die aber Gelegenheit für Gespräche boten.» Sie habe einige sehr nette Leute kennen gelernt. Besonders mit ihren beiden Konkurrentinnen und dem Bauern Erich Koch verstand sich Wicki gut. Als sie ihn abgewiesen hatte, entschied er sich für die 41-jährige Sanja, die ursprünglich aus Kroatien stammt. Beatrice Wicki wird sich die weiteren Sendungen mit Spannung ansehen. «Ich würde jedem raten mitzumachen, und ich gönne es jedem, der sein Glück findet auf diesem Weg.» Ihre Schwester, die anlässlich der ersten Sendung ein kleines Happening mit der ganzen Familie veranstaltet hat, ist selbst mit einem Bauern verheiratet, sodass Beatrice Wicki durchaus weiss, was das Hofleben bedeutet. «Man muss mit anpacken können und kompromissbereit sein», stellt sie fest. «Als Hofdame kommt man zudem mitten in ein funktionierendes System hinein. Da muss man sich sehr gut anpassen können – eine Herausforderung für beide Seiten.»

Der Aufbau eines eigenen Geschäfts steht an

Ihre eigene Zukunft ist noch ziem­lich ungewiss. Im Moment ist Beatrice Wicki temporär angestellt, bemüht sich aber daneben um den Aufbau eines eigenen Geschäfts, eines Personal-Butler­services mit dem kecken Namen «Swiss Cowgirls». Ihr Service beinhaltet sämtliche Arbeiten rund um Haus und Garten: Reinigung, Einkäufe, House Sitting. «Ich bin eine Allrounderin und handwerklich begabt», erklärt sie. «Ich bin offen für alles. Mal sehen, was sich ergibt.»

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

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