SINS: Eine Mittelzone erleichtert das Abbiegen

Nächste Woche werden die Arbeiten für die Erweiterung der Kantonsstrasse beim Anschluss an das Industrie- und Gewerbegebiet Nord aufgenommen. Das Projekt beeinträchtigt die Entsorgungsstelle.
Cornelia.bisch@zugerzeitung.ch
Mit dem Bau eines Mehrzweckstreifens wird das Abbiegen ins Industriegebiet Nord künftig sicherer.

Mit dem Bau eines Mehrzweckstreifens wird das Abbiegen ins Industriegebiet Nord künftig sicherer.

Die Bremgartenstrasse in Sins wird im Bereich des Knotens Industrie Nord auf einer Länge von rund 110 Metern erweitert, sodass eine drei Meter breite Mittelzone entsteht. Zum Schutz der abbiegenden Fahrzeuge und zur Reduzierung der Geschwindigkeit werden beidseits des Mehrzweckstreifens Mittelinseln angelegt. Durch diese baulichen Massnahmen schafft man eine sichere Abbiegemöglichkeit für alle Verkehrsteilnehmer, welche die Gewerbe- und Industriebetriebe erreichen oder das Gebiet verlassen.

Der bestehende Radweg wird angepasst und vor der westlichen Gewerbeerschliessung vortrittsberechtigt durchgeführt. Der ostseitige Gehweg wird ebenfalls angepasst und bis zur südlichen Mittelinsel geführt, die als Querungshilfe für den Fussverkehr mit einer Insel ausgestattet wird. «Diese gestalten wir bodeneben», sagt Projektleiter Thomas J. Meile vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt. «Ein Fussgängerstreifen ist jedoch nicht geplant. Dafür ist die Querungsfrequenz zu gering.»

Die Beleuchtung wird im Knotenbereich neu erstellt. «Im Moment ist dieses Gebiet gar nicht beleuchtet», so Devid Abächerli, Bereichsleiter Tiefbau der Gemeinde Sins. «Geplant sind sechs neue Kandelaber, drei auf jeder Strassenseite im Abstand von zirka 25 Metern.» Eine gute Beleuchtung sei künftig vor allem wegen der Fussgängerquerung aus Sicherheitsgründen notwendig.

Entsorgungsstelle wird ein wenig erweitert

Während der Bauarbeiten wird die Entsorgungsstelle der Gemeinde etwas umgestaltet. «Es gibt nur leichte Verschiebungen der Entsorgungscontainer», erklärt Abächerli. «Bereits Anfang Jahr haben wir das Gelände der Recyclinganlage um zirka 100 Quadratmeter erweitert, um für den Ausbau der Kantonsstrasse Platz zu schaffen.» Es handelt sich bei dem Grundstück nicht um gemeindeeigenes, sondern um Pachtland.

Am Dienstag, 3. April, werden die Bauarbeiten aufgenommen. «Wir sind froh, dass wir dieses Projekt nun endlich in Angriff nehmen können», betont Abächerli.

In der ersten Phase, die bis Ende April dauert, wird die Verbreiterung im östlichen Bereich erstellt. In der zweiten Bauphase widmet man sich dem Radweg im Bereich der westlichen Gewerbeerschliessung. Der Einbau der Mittelinseln, das Stellen der Beleuchtungskandelaber sowie die Markierungsarbeiten bilden den Abschluss der Bauarbeiten bis Ende Mai.

Beidseits der Bremgartenstrasse führt man während und nach der Bauzeit noch kleinere Belagsarbeiten auf privatem Gelände aus. Diese werden den Verkehr auf der Kantonsstrasse jedoch nicht behindern. Während der gesamten Bauphase wird der Verkehr einspurig durch den Bauabschnitt geführt und über eine Lichtsignalanlage gesteuert. Falls erforderlich, kommt in den Hauptverkehrszeiten zusätzlich ein Verkehrsdienst zum Einsatz, um mögliche Rückstaus an den Ampeln zu verhindern oder gering zu halten. Für das Einbiegen in die Kantonsstrasse ist der Phasenablauf der Lichtsignalanlage zu beachten. Der Radweg bleibt ohne Beeinträchtigung in Betrieb. Für die zweite Bauphase wird ein Radweg auf der bestehenden Fahrbahn durch den Bauabschnitt geführt, geschützt durch beidseitige Längsabschrankungen.

Die Kosten trägt die Gemeinde

Die Gesamtkosten sind auf 770000 Franken veranschlagt. Da es sich um eine Verursacheranlage handelt, gehen die Kosten vollumfänglich zu Lasten der Gemeinde Sins. Diese trat bereits 2010 mit dem Baubegehren an den Kanton heran. «Es braucht seine Zeit für die Planung und Kreditsprechung sowie schliesslich für die Realisierung», stellt Meile fest. «Es wurden verschiedene Varianten geprüft. Auch der Bau eines Kreisels stand im Raum. Schliesslich wählte man die sinnvollste und effizienteste Lösung.» Gemeinde, Kanton und die betroffenen direkten Anstösser hätten jedoch sehr gut zusammengearbeitet. «So können wir den Bau nun gemeinsam über die Bühne bringen.»

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

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