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SINS: Schüler und Lehrer schwingen das Tanzbein

Am nächsten Donnerstag findet an der Oberstufe ein festlicher Ball unter dem Motto «Stars» statt. Es gibt ein Unterhaltungsprogramm mit Spielen, Tanz und einem Rapperduo sowie Verpflegung aller Art.
Cornelia Bisch
Zum Thema des Abends «Stars» werden in den Werkstunden fleissig Dekorationen gebastelt.

Zum Thema des Abends «Stars» werden in den Werkstunden fleissig Dekorationen gebastelt.

Der grosse Schüler- und Lehrerball des Oberstufenzentrums Ammannsmatt findet alle drei Jahre statt. «Es soll jeder Schüler einmal in seiner Schulzeit daran teilnehmen können», erklärt der Sekundarlehrer Josef Schmid. «Ziel ist es, die sozialen Kontakte unter den Schülern zu fördern.» Der Ball ist für das gesamte Schulvolk und den Lehrkörper obligatorisch. Thema des diesjährigen Anlasses lautet «Stars». «Es erinnert einerseits ans bevorstehende Weihnachtsfest, andererseits an Glitzer und Glamour der Promiwelt», hält die Schulleiterin Veronika Burren fest. Wie ein schillernder Star darf man sich an diesem Abend selbst fühlen. Die Etikette sieht ein gepflegtes Äusseres vor. «Nichts Extravagantes oder Neues, einfach was der Kleiderschrank an Festlichem bereithält.»

Die Vorbereitungen für das Fest sind sehr aufwendig und werden von Schülern und Lehrpersonen gemeinsam geplant und ausgeführt. Den Organisatoren steht ein Budget von 30 Franken pro Schüler zur Verfügung. «Die Abschlussklassen sind zuständig für die Verpflegung, andere basteln die Dekoration oder planen die Unterhaltung», erzählt Schmid. Das Angebot reicht von Hotdogs über Pizza und Raclette zu Chili con Carne, Waffeln, Muffins und Crêpes. Auch bunte Drinks werden gemixt, natürlich nur alkoholfreie. Jeder Schüler erhält bei der Abgabe seiner Einladungskarte am Eingang Bons für ein Essen, ein Dessert und zwei Süssgetränke. Mineralwasser ist kostenlos erhältlich. Auch diese Bons werden eigenhändig hergestellt. «Im Grunde braucht man kein Geld an diesem Abend», sagt Burren. «Nur wer etwas Zusätzliches möchte, kann sich das kaufen.» Ein allfälliger Erlös wird unter den Klassen der 3. Oberstufe aufgeteilt. Eine Eventfirma aus Luzern installiert die Beleuchtung und Soundtechnik. Der Ehema­lige Nicola Mülhaupt amtet als Discjockey, drei Schüler führen durchs Programm.

Zum Auftakt ein Walzer

Zum Festbeginn und einmal zwischendurch wird nach allen Regeln der Kunst Walzer und Discofox getanzt. «Tanzunterricht steht auf dem Lehrplan», so Josef Schmid. «In der Regel wird dieser jedoch etwas stiefmütterlich behandelt. Der Ball gibt uns nun Gelegenheit, in den Turn- und Musikstunden mit den Schülern das Tanzen zu üben.» Auch ein Profi wird hinzugezogen, der am Vortag des Balls allen Klassen eine Schnellbleiche verpasst und am Abend selbst die Tänzer unterstützt. «Die Tanz­paare werden bereits im Vorfeld gebildet», berichtet Schmid. Jeder Schüler darf einen Tanzpartner anfragen und angeben. Kann oder will er das nicht, wird ihm jemand zugeteilt. «Das ist nicht ganz einfach und wirft Fragen auf.»

Bedenken wegen möglicher Eifersucht seitens fester Freunde von ausserhalb der Schule wurden beispielsweise laut. Ebenfalls gibt es Schüler, die besonders scheu sind und sich ein wenig ausgeschlossen fühlen. Für diese ist der Tanz nicht leicht, obschon die offizielle Einteilung durch die Schule ihnen aus der Verlegenheit hilft. «Wir halten trotz der Einwände an diesem Programmpunkt fest», betont Veronika Burren. «Es geht um zweimal fünf Minuten zu Beginn und während des Balls. Wir fanden, dass das für jeden zumutbar ist.» Und es gibt dem Abend ­einen festlichen Rahmen.

Als Höhepunkt tritt das Rapperduo Mix!t mit dem gehörlosen Rolf Perrollaz und seinem hörenden Kollegen Gaston Perroud auf. Die beiden verbinden Musik und Lautsprache mit der Gebärdensprache. «Die besondere Herangehensweise der Künstler an die Musik finden wir interessant», sagt Schmid. «Es zeigt den Schülern, dass trotz Behinderung ­vieles möglich ist.» Einen weiteren musikalischen Beitrag präsentiert der Schülerchor mit Band.

Casino mit Sinser Dollars

Neben viel Musik und einem Fotostudio, in dem jeder Schüler ein Erinnerungsfoto von sich und seinen Freunden anfertigen lassen kann, gibt es ein veritables Casino mit Blackjack- und Roulettetischen, an denen man die ebenfalls zu Beginn des Balls erhaltenen Sinser Dollars verspielen oder vervielfältigen kann. «Überschüssige Dollars kann man in Essensgutscheine umtauschen», so Burren. Die Spiel­tische wurden von den Schülern selbst hergestellt, und es fand eine Übungsrunde statt, um den Ablauf vorgängig zu proben. Am Ammannsmatter Ball wird eben nichts dem Zufall überlassen.

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

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