SINS: Ultraschnelles Internet für die Aussengemeinden

Die Elektra informiert heute Abend über das geplante Projekt der Verlegung eines neuen Glasfaser-Kabelnetzes für dezentrale Wohngebiete. Diese erhalten damit Zugang zu besseren Leistungen.

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Auch der Weiler Holderstock wird an das Highspeed-Netz der Elektra Sins angeschlossen.

Auch der Weiler Holderstock wird an das Highspeed-Netz der Elektra Sins angeschlossen.

Digital-TV, Highspeed-Internet und -Festnetztelefonie: Nun werden auch die Aussengemeinden und Weiler Aettenschwil, Egg, Holderstock und Meienberg direkt an das superschnelle Glasfasernetz der Elektra Sins angeschlossen und profitieren damit von Produkten, Leistungen und Datenübertragungsgeschwindigkeiten, die in zentraler gelegenen Gebieten bereits üblich sind. «Wir wollen alle Kunden in unserem Versorgungsgebiet gleich behandeln und mit unseren Dienstleistungen versorgen», erklärt Albert Amstutz, Präsident der Elektra Sins.

Möglich wurde dies durch enge Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung Sins, der Wasserversorgungsgenossenschaft Sins, Energie Freiamt sowie weiteren Beteiligten. «Durch die Nutzung von Synergien konnten wir ab dem Weiler Egg bis zum Reservoir Holderstock die Rohre für Glasfaser einziehen.» Dabei wurde die alte Wasserleitung genutzt. «Der Energie Freiamt vermieten wir nun Glasfasern für die Steuerung von Trafostationen und die Fernauslesung von Zählern. Der Wasserversorgung Sins stellen wir Fasern zur Verfügung für die Steuerung der Wasserversorgung vom Reservoir Tschampani über das Pumpwerk im Schachen bis hin zum Reservoir im Holderstock», so Amstutz.

Erschliessung und Anschluss kostenlos

Durch die Nutzung dieser Synergien sowie aufgrund der bereits getätigten Investitionen im Zusammenhang mit dem Projekt der Flur- und Güterstrassen können die Kosten tief gehalten werden. Die Anschlussgebühren und die Erschliessungskosten, das heisst die Kosten für die Zuleitungen bis zu den Häusern, werden den Kunden künftig nicht mehr verrechnet. «Damit der Liegenschaftsbesitzer jedoch nicht einfach einen Hausanschluss bestellt, aber keine Dienste bezieht, muss er sich verpflichten, während einer Mindestdauer von 24 Monaten die Kabelnetz-Dienstleistungen mit einem TV-/Internet-Abo der Elektrizitätsgenossenschaft Sins im Wert von mindestens 50 Franken monatlich zu beziehen», führt Amstutz aus.

Interessierte Wohneigentümer und Mieter werden heute Abend ausführlich über das künftige Angebot informiert. Wenn sie es nutzen möchten, können sie sich auf dem Sekretariat der Elektra Sins melden. «Gemeinsam mit dem Kunden klären wir dessen Bedürfnisse ab, legen die Produkte fest und nehmen das Vorhaben in die Planung auf.» Zirka Ende Sommer bis Herbst 2017 beginnen die Arbeiten. Vom Ablauf her priorisiert werden jene Gebiete mit der höchsten Anzahl neuer Abonnenten. «Die Initiative für dieses Projekt kam zwar von Seiten der Elektra. Aber die Realisierung wäre nie möglich gewesen, wenn wir nicht die bereits bestehenden Ressourcen und Synergien hätten nutzen können», betont Amstutz. «So konnten wir die Leitungen zu sehr niedrigen Kosten verlegen, was letztlich allen Beteiligten zugutekommt. Es zeigt sich hier einmal mehr, dass wir mit einem Blick in die Zukunft und dem Einbezug von Strassenbauvorhaben in unsere Planung viel mehr erreichen können.»

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch


Hinweis

Infoanlass: 8. Juni, 19 Uhr, im Pfrundhaus Sins, Anmeldung erwünscht: 041 787 32 30 sekretariat@elektra-sins.ch

www.elektra-sins.ch