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Skigebiete leiden unter der Wärme

Die meisten Skigebiete haben über die Weihnachtstage weniger Gäste verzeichnet als üblich. Dabei sind die Pistenverhältnisse vielerorts bestens.
Skigebiet Brunni oberhalb von Engelberg. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Skigebiet Brunni oberhalb von Engelberg. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Überdurchschnittlich warm und teilweise auch nass waren die letzten Tage – keine gute Ausgangslage für die Skigebiete. «Die Weihnachtstage waren sicherlich nicht das, was wir erwartet hatten», sagt Karl Lustenberger, Direktor der Bergbahnen Sörenberg. «Da die Wetterprognosen und die Medien Rekordtemperaturen ankündigten, sind viele Gäste ausgeblieben.» Wenn der Schnee im Flachland fehle, hätten zudem viele Wintersportler fälschlicherweise das Gefühl, dass es auch in den Bergen keinen Schnee habe. Am 26. Dezember, normalerweise ein Spitzentag, mussten die Bergbahnen Einbussen von 60 Prozent hinnehmen. «Wir haben aber genügend Schnee, und die Pistenverhältnisse sind sehr gut», betont Lustenberger. Den Tagen um Silvester schaut er aber, ebenso wie die Vertreter aller anderen Zentralschweizer Skigebiete, optimistisch entgegen.

«Das tut schon weh»

Auch auf den Pisten auf der Klewenalp herrschen ideale Schneeverhältnisse, doch auch hier ist über die Festtage noch kein Schwung ins Drehkreuz gekommen. Am Donnerstag ist auch noch der Sturm dazugekommen. Der Betrieb auf der Klewenalp musste bei Windgeschwindigkeiten von teils bis zu 120 km/h eingestellt werden. «Das tut schon weh», sagt Geschäftsführer Sepp Odermatt, der aber nicht schwarzmalen will.

Auch bei den Titlis-Bahnen hat sich der Aufmarsch über Weihnachten in Grenzen gehalten, sagt der Medienverantwortliche Peter Reinle. «Dies lässt sich nicht mehr kompensieren, auf der anderen Seite relativiert sich das Manko über die ganze Saison.» Und auch Urs Elmiger, Marketingverantwortlicher der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG, resümiert: «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.» Er meint damit den Regenfall während der Festtage. Es habe glücklicherweise aber weniger lange geregnet als erwartet.

Ärger über falsche Prognosen

Dennoch: «Wir verzeichneten am Stefanstag deutliche Umsatzeinbussen. Viele Gäste haben wohl die Wetterprognose zu ernst genommen und sind zu Hause geblieben», sagt Elmiger. Die Schneesituation und die Pistenverhältnisse seien sehr gut. «Im Dorf liegen über 80 Zentimeter Schnee.» Verärgert über die Prognosen der letzten Tage war Wendelin Keller von der Ferien- und Sportzentrum Hoch-Ybrig AG. «Ich war heute Morgen bei Traumbedingungen auf der Piste», nervte er sich am Donnerstag. Besucher habe es allerdings kaum gehabt, weil orkanartige Winde vorausgesagt gewesen seien. «Die gabs aber nicht.»

Etwas weniger gut ist die Situation auf der Rigi: Zwar sei noch genug Schnee vorhanden, alle Lifte seien in Betrieb, sagt Bruno Sturzenegger, Leiter Betrieb der Rigi Bahnen AG. «Statt Pulver gut heisst im Moment halt Nassschnee.» Aber entscheidend sei das Wetter.

«Heiss auf Skifahren»

Durchzogen fällt die Weihnachtsbilanz auch auf Melchsee-Frutt aus. Trübsal blasen bringe aber nichts, sagt Marketingleiter Thomas Keiser. Nun gelte es, an den nächsten Wochenenden aufzuholen. Die Prognosen für Silvester stimmen ihn zuversichtlich. Und: «Die Leute sind bestimmt heiss aufs Skifahren.»

yp/kk/om

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