SOMMER-TV: Dok-Serie erläutert das Kings Club-Phänomen

Vor 15 Jahren investierten Tausende von Schweizern in ein Schneeballsystem, den sogenannten European Kings Club. Doch statt Rendite gab es Totalverlust – auch in der Zentralschweiz.

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(Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

(Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Es tönte wie ein Märchen: Garantiert 70 Prozent Rendite und mit wenig Geld Millionär werden, das versprachen die Initianten. Wie es einer Mitteilung des Schweizer Fernsehens (SF) heisst, war es die Habgier der Kleinanleger, die dem Kings Club rasch europaweit Mitglieder einbrachte.

Besonders erfolgreich war der Club in der Innerschweiz: Jeder zehnte investierte Geld in das angeblich todsichere System, involviert waren alle Zentralschweizer Kantone, besonders aber Schwyz, Uri und Obwalden.

Blinde Solidarität in der Zentralschweiz
Hinter dem Kings Club standen die deutsche Hausfrau Damara Bertges und der deutsche Arzt Hans Günther Spachtholz. Rhetorisch begabt, faszinierte Bertges ihr Publikum mit einer Mischung von Kapitalismuskritik und einer angeblich neuen Art, Gelder zu investieren.

Hans Günther Spachtholz und Damara Bertges. (Bild SF)

Selbst als die Justiz das Geldeinsammeln untersagte, machte der Kings Club weiter. Viele Zentralschweizer protestierten vor dem Gefängnis, legten Treuebekenntnisse gegenüber den Organisatoren ab, oderdrohten den Untersuchungsrichtern.

Erste öffentliche Aussagen
Jahre später stellte sich laut SF heraus, dass Damara Bertges und Hans Günther Spachtholz nichts vom Geldanlegen verstanden – beide wurden wegen Betrugs verurteilt.

Heute – 15 Jahre später – erzählen sie erstmals, was damals passierte. Sie erläutern in einem exklusiven «DOK»-Interview, weshalb der Kings Club scheiterte. Und Damara Bertges sagt, was sie nach der jahrelangen Haft erlebte.

ana

HINWEIS
Die «DOK»-Serie: Kriminalfälle – Die 7 Todsünden zeigt die Folge «Habgier und die bösen Folgen» am Donnerstag, 15. Juli, um 21.05 Uhr auf SF1.