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SOMMERSAISON: 2,6 Prozent mehr Übernachtungen in der Zentralschweiz

Nach der schlechten Wintersaison, die vor allem vom Ausbleiben ausländischer Touristen infolge des Schneemangels und der Frankenstärke geprägt war, soll die Sommersaison wieder besser laufen. Die Zahl der Logiernächte soll in den Sommermonaten um 1,4 Prozent steigen.
Der Stadttourismus dürfte sich in den Sommermonaten besser entwickeln als der Tourismus in den Alpenregionen. Auf dem Bild: Touristen auf der Kapellbrücke. (Archivbild Roger Grütter)

Der Stadttourismus dürfte sich in den Sommermonaten besser entwickeln als der Tourismus in den Alpenregionen. Auf dem Bild: Touristen auf der Kapellbrücke. (Archivbild Roger Grütter)

Diesen Optimismus verbreitet die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) in ihren Prognosen zum Schweizer Tourismus, die sie am Dienstag in Zürich veröffentlicht hat.

Demnach sank zwar in der Wintersaison die Zahl der Logiernächte um 1,6 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. Als Hauptursachen dafür machen die Experten die ungünstigen Schneebedingungen, globale Unruhen sowie die anhaltende Frankenstärke aus.

Nach der schwierigen Wintersaison hellen sich die Aussichten für den Schweizer Tourismus während der Sommermonate allerdings wieder auf. Die inländischen Übernachtungszahlen sollen dabei um 1,3 Prozent zulegen. Die Übernachtungszahlen ausländischer Besucher prognostiziert die KOF sogar um 1,5 Prozent höher.

Die Aussichten sind dabei für die städtischen Gebiete optimistischer und weisen laut den Fachleuten eine höhere Wachstumsdynamik auf. Dies liegt vor allem an der generellen Beliebtheit von Städtereisen, der Verschiebung der Gästestruktur hin zu ferner gelegenen Märkten, welche den Besuch von Städten statt den Alpenraum präferieren, und infolge der stabilen Nachfrage nach Geschäftsreisen in urbane Zentren.

Ein weiteres Standbein für den Schweizer Tourismus bildet die Nachfrage der Inländer. Praktisch alle Tagesreisen und rund 40 Prozent der Übernachtungsreisen der Schweizer Wohnbevölkerung finden laut einem Communiqué der KOF im Inland statt und bilden damit einen wichtigen Pfeiler für den hiesigen Tourismus.

Zentralschweiz und Tessin dynamisch

Nachdem die Zahl der Logiernächte der Alpenregion in der vergangenen Wintersaison um markante 3,8 Prozent gesunken ist, prognostiziert die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) für die alpinen Gebiete in der Sommersaison eine Zunahme um 0,9 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum.

In den städtischen Gebieten dürfte sich die Zahl der Übernachtungen in den Sommermonaten allerdings um 2 Prozent erhöhen, nachdem sie in der abgelaufenen Wintersaison bereits um 0,7 Prozent gestiegen war.

Für die anstehende Sommersaison entwickeln sich die Schweizer Regionen laut den Vorhersagen allerdings sehr unterschiedlich. Laut KOF dürfte etwa Graubünden bei den Übernachtungszahlen um 2,5 Prozent im Vorjahresvergleich zulegen (Wintersaison: -6,2 Prozent).

In der Zentralschweiz soll die Zahl der Logiernächte um 2,6 Prozent steigen (-0,1 Prozent) und im Tessin geht der Wert um 3,3 Prozent nach oben (1,7 Prozent). Für letzteres hoben die KOF-Wissenschafter an einer Medienkonferenz steigende Tourismuszahlen bei Italienern hervor.

Weniger dynamisch geht es im Berner Oberland zu. Die Sommersaison dürfte um 0,9 Prozent rückläufige Logiernächte verzeichnen, nachdem die Zahl der Übernachtungen in der Wintersaison bereits um 3,2 Prozent zurückgegangen war. Auch im Wallis bleibt die Situation schwierig. In den Sommermonaten sollen die Übernachtungszahlen in dieser Region um 1,1 Prozent nach unten gehen. In der zurückliegenden Wintersaison waren die Logiernächte bereits um 3,4 Prozent gesunken.

(sda)

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