SORGENTELEFON: Ferienzeit macht viele Leute einsam

Die einen sehnen sich nach den Sommerferien und verreisen. Andere fühlen sich dann einsam und verlassen und suchen vermehrt Hilfe. Die Dargebotene Hand Zentralschweiz registriert in den Sommermonaten bis zu 10 Prozent mehr Anrufer als sonst.

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Die freiwilligen Helfer der Sorgentelefone haben in der Sommerferienzeit viel zu tun. (Symbolbild) (Bild: Stefan Kaiser / ZZ)

Die freiwilligen Helfer der Sorgentelefone haben in der Sommerferienzeit viel zu tun. (Symbolbild) (Bild: Stefan Kaiser / ZZ)

Von Januar bis April 2013 hätten sich monatlich 700 bis 800 Hilfesuchende an die Telefonnummer 143 gewandt. Im Juni seien jedoch knapp 1000 Anrufer registriert worden, und auch im Juli laufe das Sorgentelefon heiss, teilte die Dargebotene Hand Zentralschweiz am Dienstag mit.

Gründe für die Anrufe seien Einsamkeit und Depressionen. Für viele Menschen sei der Sommer eine belastende Zeit. Das gewohnte Umfeld verändere sich aufgrund von Ferienabwesenheiten von Bezugspersonen, sagt Sorgentelefon-Geschäftsführer Klaus Rütschi gemäss Mitteilung.

Zudem finde das Leben im Sommer vermehrt im Freien statt. Menschen, die alleine sind, sähen sich dann noch stärker mir ihrer sozialen Situation konfrontiert.

Das Telefon 143 der Zentralschweiz ist ein Verein mit rund 40 freiwilligen Mitarbeitenden. Neben Beratungen am Telefon im 24-Stunden-Betrieb bietet die Dargebotene Hand auch Hilfe via Chat (www.143.ch) oder Facebook an. (sda)