SOZIALHILFE: Weniger Menschen brauchen Unterstützung

In der Zentralschweiz hat im letzten Jahr einzig im Kanton Uri die Zahl der Sozialhilfebezüger zugenommen. In Luzern, Schwyz, Zug, Ob- und Nidwal­den ging die Sozialhilfequote zurück.

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Das Sozialamtin Luzern. (Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Sozialamtin Luzern. (Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die mittlere Bezugsdauer wurde in der Regel länger.

Wie Lustat Statistik Luzern am Mittwoch mitteilte, weist Nidwalden mit 0,8 Prozent weiterhin die tiefeste Quote aus. Am anderen Ende der Skala ist der Kanton Luzern mit einer Quote von 2,4 Prozent. Doch auch hier entspannte sich die Lage.

Im 2007 erhielten im Kanton Luzern 8576 Personen Sozialhilfe, 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies entspricht 2,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im 2006 waren es noch 2,5 Prozent gewesen. In den sechs grössten Gemeinden lebten im letzten Jahr zwei Drittel aller von der Sozialhilfe unterstützten Personen.

Allerdings nahm der Anteil der Langzeitbezüger zu. Gegenüber dem Vorjahr stieg die mittlere Unterstützungsdauer von zehn auf elf Monate. Besonders betroffen sind - wie in den anderen Kantonen - Alleinerziehende. Ein Viertel aller unterstützten Haushaltungen entfielen im Kanton Luzern auf Familien mit nur einem Elternteil.

Ziemlich einheitliches Bild
Ein ähnliches Bild vermeldet Lustat auch aus den anderen Kantonen. In Zug ging die Zahl der Sozialhilfeempfänger um 3,5 Prozent auf 1965 Personen zurück. Die Quote sank von 1,9 auf 1,8 Prozent. Auch in Zug wurde eine längere Bezugsdauer registriert.

In Schwyz betrug im 2007 die Sozialhilfequote 1,6 Prozent, dies gegenüber 1,7 Prozent im 2006. Unterstützt wurden 2226 Personen, 6,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch im Kanton Schwyz müssen immer mehr Menschen über einen längeren Zeitraum betreut werden, und nicht nur zur Überbrückung einer vorübergehenden Notlage.

In Obwalden wurden im 2007 total 369 (2006: 444) Personen unterstützt, dies entspricht 1,1 (1,3) Prozent der Gesamtbevölkerung. In Nidwalden ging die Zahl der Bezüger von 359 auf 308 Personen zurück; die Quote reduzierte sich von 0,9 auf 0,8 Prozent. Auch in diesen beiden Kantonen gibt es mehr Langzeitsozialhilfebezüger.

Gegenläufige Entwicklung in Uri
Gegen den Trend war die Entwicklung in Uri. Hier nahm die Sozialhilfequote von 1,1 auf 1,2 Prozent zu. Die Zahl der unterstützten Personen stieg um 29 auf 431 Personen.

Weil es im 2007 aber weniger neue Fälle gab als im 2006, rechnet Lustat mit einer gewissen Entspannung. Auch die Bezugsdauer hat sich in Uri stabilisiert.

sda