Sozialinspektor auch in Schwyz

In 25 Gemeinden im Kanton Schwyz wurden innerhalb eines Jahres 23 Sozialhilfemissbräuche gezählt. Obwohl das unter unter dem nationalen Durchschnitt liegt, will die Regierung handeln.

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Sozialhilfebezügerin kauft in einem Caritas-Markt in Baar ein. (Bild: Stefan Kasier/Neue ZZ)

Sozialhilfebezügerin kauft in einem Caritas-Markt in Baar ein. (Bild: Stefan Kasier/Neue ZZ)

Kommunaluntersuche der Regierung in den Schwyzer Gemeindeverwaltungen brachten es an den Tag: In 25 bis Ende Juni 2011 besuchten Gemeinden waren innerhalb eines Jahres 23 Sozialhilfemissbräuche verzeichnet worden. Täter ist damit etwa jeder hundertste Sozialhilfebezüger im Kanton. «Dabei handelt es sich in 17 Fällen um marginale Übertretungen, die entsprechend sanktioniert wurden», hält das Departement fest. «Lediglich sechs Fälle sind als Vergehen einzustufen, bei denen eine Strafanzeige gerechtfertigt war.» Die Missbrauchsquote im Kanton liege deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt.

Wie in Emmen

Trotzdem will der Kanton künftig den Fürsorgebehörden ein Instrument gegen solche Missbräuche in die Hand geben. In Zukunft soll der Beizug von Sozialinspektoren möglich sein. Bekannt wurde dazu das Beispiel der Stadt Emmen, die schon vor Jahren Sozialmissbrauch mit einem solchen Fachmann anging.
Das Departement des Innern des Kantons Schwyz schlägt die notwendige Gesetzesänderung mit der Teilrevision des kantonalen Sozialhilfegesetzes vor. Der Revisionsentwurf geht jetzt in die Vernehmlassung.

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