Spitallöhne sind unter dem Durchschnitt

Die Kantonsspitäler in der Zentralschweiz zahlen tiefere Löhne als im Schweizer Durchschnitt. Luzern will diese nicht einmal offenlegen.

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Das Kantonsspital Uri: Hier verdienen die Angestellten weniger als beispielsweise in Nidwalden oder Schwyz. (Bild: Archiv Neue UZ)

Das Kantonsspital Uri: Hier verdienen die Angestellten weniger als beispielsweise in Nidwalden oder Schwyz. (Bild: Archiv Neue UZ)

Mitarbeiter des Luzerner Kantonsspitals und des Zuger Spitals sind unzufrieden: Sie beklagen sich über eine immer höhere Arbeitsbelastung und über zu tiefe Löhne. In Zug ist das Spitalpersonal sogar auf die Strasse gegangen, um für mehr Lohn zu demonstrieren.

Eine Umfrage der Neuen Luzerner Zeitung bei den Zentralschweizer Kantonsspitälern zeigt nun, welche Grundlöhne diese in drei ausgewählten Berufsgruppen bezahlen. Nur das Luzerner Kantonsspital verweigert auf Anfrage jegliche Auskunft zu den Löhnen. Das Gleiche gilt übrigens auch für die angefragten Kantonsspitäler Aargau und St. Gallen.

Die Grundlöhne in den Zentralschweizer Kantonsspitälern unterscheiden sich massiv von jenen in Zürich. Zum Beispiel erhalten Fachangestellte Gesundheit mit gleichem Ausbildungsstand an den Zentralschweizer Kantonsspitälern (in Uri zum Beispiel 3900 Franken) über 800 Franken weniger als am Universitätsspital Zürich (4716 Franken).

Alexander von Däniken

Die detaillierte Lohnliste der Zentralschweizer Spitäler finden Sie exklusiv in der Neuen Luzerner Zeitung und als Abonnent kostenlos im E-Paper.