Sprengung in Arth zum Schutz der Bahnlinie

In Arth sind zum Schutz der Bahnlinie Zug-Goldau am Montagnachmittag absturzgefährdete Felsbrocken gesprengt worden. Damit besteht nun keine unmittelbare Gefahr mehr.

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2005 donnerte ebenfalls am Rufiberg-Südhang eine Schlammlawine ins Tal. (Bild: Archiv Erhard Gick / Neue SZ)

2005 donnerte ebenfalls am Rufiberg-Südhang eine Schlammlawine ins Tal. (Bild: Archiv Erhard Gick / Neue SZ)

Nach den starken Niederschlägen vom 30. August und 1. September 2012 stellten Mitarbeiter der SBB bei einem Kontrollgang fest, dass sich im Gebiet Roren ob Arth, gut 400 Höhenmeter oberhalb der Bahnstrecke Goldau – Zug, eine Rutschung mit einem Volumen von rund 7‘000 m3 ausgebildet hatte. Wie das Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Schwyz am Montag mitteilte, wurde seither das Gebiet überwacht.

Siedlungsgebiet zu keiner Zeit gefährdet

Während für das Siedlungsgebiet der Gemeinde Arth keine Gefahr bestand, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass bei einem Sturzereignis einzelne Blöcke das Bahntrassee der SBB erreichen. Das Bahntrassee wurde darum während der gesamten Betriebszeit von den SBB mit Unterstützung der Feuerwehr Arth-Goldau überwacht.

In den vergangenen Tagen kam es zu neuerlichen Felsbewegungen. Da nicht vollständig ausgeschlossen werden konnte, dass einzelne in der Rutschmasse enthaltene Grossblöcke auf das Trassee der SBB-Strecke Goldau – Zug stürzen könnten, wurden die absturzgefährdeten Grossblöcke am Montagnachmittag vorsorglich gesprengt.

Weitere Sprengungen vorgesehen

Die Sprengarbeiten verliefen plangemäss und es besteht keine unmittelbare Gefährdung mehr. Weitere vorsorgliche Sprengungen erfolgen im Verlauf dieser Woche. Mit dosiertem Sprengmitteleinsatz werden die Blöcke in ihrer Grösse so reduziert, dass sie bei einem allfälligen Absturz die unterliegenden Geleise nicht erreichen können.

pd/zim