Staatsanwalt weist Kritik im Fall «Luchs» zurück

Die Schwyzer Staatsanwaltschaft weist die in den vergangenen Tagen geübte Kritik an der Untersuchung des «Luchs»-Falles zurück. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Medienmitteilung hervor.

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«Luchse» (Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Luchse» (Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Im schwyzerischen Arth hatte die Sondereinheit «Luchs» der Luzerner Kantonspolizei im Juni 2005 zwei Männer festgenommen. Zürcher Kollegen hatten ihnen einen Tipp über einen international gesuchten Schwerverbrecher gegeben. Doch die Polizei verwechselte den Mann. Dafür verhaftete sie zwei Unbeteiligte, die dabei verletzt wurden.

Zur angeblichen Verfahrensverschleppung sei zu bemerken, dass die Akten seit der Eröffnung der Untersuchung im Jahr 2005 während insgesamt 30 Monaten bei den Beschwerde-Instanzen gelegen seien, heisst es in der Medienmitteilung der Schwyzer Staatsanwaltschaft vom Donnerstag.

Die Untersuchung sei zudem durch eine im April 2010 von der IV-Stelle Schwyz gegen eines der beiden Luchs-Opfer erstattete Strafanzeige wegen Versicherungsbetrugs verlängert worden, schreibt die Staatsanwaltschaft.

Es werde behauptet, dass die gesundheitlichen Beschwerden, unter denen eines der beiden Luchs-Opfer noch heute zu leiden angebe, simuliert sein sollen. Dieses Verfahren werde bei der kantonalen Staatsanwaltschaft von einem anderen Staatsanwaltschaft geführt.

sda