STAATSBESUCH: Jetzt ist der russische Präsident gelandet

Dmitri Medwedew und seine Frau Swetlana sind zum ersten Staatsbesuch eines russischen Präsidenten in der Schweiz eingetroffen. Sein Flugzeug landete auf dem Flughafen Zürich.

Drucken
Teilen
Der russische Präsident Dimitri Medwedew. (Bild kremlin.ru)

Der russische Präsident Dimitri Medwedew. (Bild kremlin.ru)

Der Spezialflug der russischen Delegation aus Moskau landete bei sonnigem Wetter um 11.35 Uhr auf dem Flughafen Zürich, wie EDA-Sprecher Erik Reumann auf Anfrage sagte. Medwedew ist am Flughafen von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, Micheline Calmy-Rey, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Regine Aeppli, der Präsidentin des Zürcher Regierungsrates, sowie Bundeskanzlerin Corina Casanova begrüsst worden.

Politische Gespräche am Montag
Im Zentrum der politischen Kontakte vom Montagnachmittag steht die Unterzeichnung einer Reihe von bilateralen Abkommen, die von der Erleichterung im Visaverkehr und der Rückübernahme über die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung und die Hilfe im Katastrophenfall bis zur Zusammenarbeit in Kultur und Sport reichen. Wirtschafts- und Finanzfragen werden ein wichtiges Thema der offiziellen Gespräche sein. Die von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz angeführte Delegation des Bundesrats hofft dabei auch auf Unterstützung Russlands bei den Bemühungen der Schweiz, sich in internationalen Gremien wie den G-20 mehr Gehör zu verschaffen.

Nicht im Detail erörtert werden soll gemäss der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass hingegen die Situation in Georgien, wo die Schweiz nach dem Krieg zwischen den beiden Ländern vom letzten Jahr ein Schutzmachtmandat zur gegenseitigen Interessenvertretung Russlands und Georgiens übernommen hat. Die Schweiz will auch die Menschenrechtssituation in Russland ansprechen, aber nicht in anklagender Form, wie Merz letzte Woche sagte.

Andenken an Suworow am Dienstag
Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der Erinnerung an den russischen General Alexander Suworow, der vor 210 Jahren mit seinen Truppen über die Alpen zog. Medwedew wird unter anderem das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht besuchen.

Der Staatsbesuch findet unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Auch Medienschaffende erhielten das genaue Besuchsprogramm erst am Vorabend und werden auf Distanz zum russischen Präsidenten gehalten. Vorab eingetroffen sind zwei junge Bären aus Russland in Bern. Sie tummeln sich bereits seit letzter Woche im alten Bärengraben und sind das Geschenk des Staatsgastes. Die offizielle Übergabe wird Swetlana Medwedewa am (morgigen) Dienstag vornehmen.

ap